Schlünz, Annette: weiße Stellen (2004) 8'
Chamber music for flute, clarinet, percussion, viola and cello
Territory
This work is available from Boosey & Hawkes der ganzen Welt.
World Premiere
8/27/2004
Chambéry
Ensemble der Akademie Jeunesses modernes
Composer's Notes
weiße Stellen knüpft an das 2003 entstandene Stück Another happy prince für Zither, Akkordeon und Videoprojektion an, wobei sich das Kammermusikensemble scheinbar zu 2=1/1/2=1 vereint. Das Stück läuft in verschiedenen Schichten ab, innerhalb derer und zwischen denen Entwicklungen stattfinden, die an chaotische Prozesse erinnern:
Intermettenzen unterbrechen plötzlich den Klang, der sich, Iterationsmodellen folgend, bewegt, d.h. rationale Zahlenfolgen wiederholen sich. Drei dieser sogenannten Iterationsschleifen werden im Stück durchlaufen. Dabei werden Flöte/Klarinette und Viola/ Violoncello wie je ein Instrument behandelt, die Schlaginstrumente ergänzen jeweils einen Teil des Klangspektrums eines bestimmten Instrumentes. Der Prozess bewegt sich vom Geräusch zum Ton und umgekehrt – kratzend, schabend, hauchend, wischend bis zu sich ineinanderauflösenden oder sich laut oder leise verflüchtigenden Klängen.
Die dritte Schicht ist ein anderer Zustand des Systems, der wiederum auf den klanglichen Paarbeziehungen beruht, allerdings nicht im gleichen engen Amplitudenraum wie in den Iterationsmodellen, sondern stets wechselnd in "Hülle" und "Kern". Das Marimbaphon befindet sich immer in den Randbereichen der "Hülle".
Der Schluss ist wie so oft ein auf Vergangenes und Zukünftiges weisender Epilog...
Annette Schlünz, 11. Juli 2004
Abdruckrechte
Dieser Werkkommentar kann in Programmheften unter Nachweis der Autorin kostenlos abgedruckt werden.
Chamber music for flute, clarinet, percussion, viola and cello
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8/27/2004
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Composer's Notes
weiße Stellen knüpft an das 2003 entstandene Stück Another happy prince für Zither, Akkordeon und Videoprojektion an, wobei sich das Kammermusikensemble scheinbar zu 2=1/1/2=1 vereint. Das Stück läuft in verschiedenen Schichten ab, innerhalb derer und zwischen denen Entwicklungen stattfinden, die an chaotische Prozesse erinnern:
Intermettenzen unterbrechen plötzlich den Klang, der sich, Iterationsmodellen folgend, bewegt, d.h. rationale Zahlenfolgen wiederholen sich. Drei dieser sogenannten Iterationsschleifen werden im Stück durchlaufen. Dabei werden Flöte/Klarinette und Viola/ Violoncello wie je ein Instrument behandelt, die Schlaginstrumente ergänzen jeweils einen Teil des Klangspektrums eines bestimmten Instrumentes. Der Prozess bewegt sich vom Geräusch zum Ton und umgekehrt – kratzend, schabend, hauchend, wischend bis zu sich ineinanderauflösenden oder sich laut oder leise verflüchtigenden Klängen.
Die dritte Schicht ist ein anderer Zustand des Systems, der wiederum auf den klanglichen Paarbeziehungen beruht, allerdings nicht im gleichen engen Amplitudenraum wie in den Iterationsmodellen, sondern stets wechselnd in "Hülle" und "Kern". Das Marimbaphon befindet sich immer in den Randbereichen der "Hülle".
Der Schluss ist wie so oft ein auf Vergangenes und Zukünftiges weisender Epilog...
Annette Schlünz, 11. Juli 2004
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