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FEATURED COMPOSERS
Kalitzke, JohannesFiguren am Horizont (2011-12) 27'
for solo violin and six instrumentalists

Scoring
solo vln; fl.cl-perc-pft-vla.vlc.
Abbreviations (PDF).

Territory
This work is available from Boosey & Hawkes der ganzen Welt.

World Premiere
5/9/2012
Mozarteum, Solitär, Salzburg
Österreichisches Ensemble für Neue Musik / Johannes Kalitzke


Programme Note  
„Figuren am Horizont“ verbinden eine Solovioline mit einem Ensemble, welches aus Viola, Cello, Flöte, Klarinette, Schlagzeug und Klavier besteht. Kalitzke hat bei seinen klingenden „Nachrufen“ zwar an verstorbene Künstlerkollegen gedacht, nennt diese aber nicht namentlich, denn es geht ihm um „Nachruftypen“ und um die „Art und Weise, wie das Bild eines Menschen in Lauf der Zeit aus der Erinnerung verschwindet.“ In jedem der fünf Sätze findet der Übergang von dem einen in den anderen Zustand, vom Leben in den Tod statt. „Es gibt dabei wesentliche Unterschiede“, so der Komponist im Gespräch, „entweder wird das Ereignis des Todes akzeptiert oder es wird als unhinnehmbar betrachtet.“ Die „Skizze für ein unbewohnbares Haus“ verwendet die Fibonacci-Reihe – die unendliche Folge von Zahlen - und überträgt eine Berechnung statischer Proportionen, die nicht funktionieren können, in die Textur der Musik. Die „brennende Uhr“ thematisiert das „Ab- und Ausbrennen von Lebensenergie, die sich von selbst verzehrt.“ Im „Gebet auf schiefer Ebenen“ wird ein Choralmotiv durch Skalierung „so verschoben, dass es am Rande der Parodie steht“ – gleichsam „ein Gebet, welches niemand erreicht.“ Die rhythmische „Travestia de Tristano“ bezieht sich auf das früheste Beispiel der Renaissancemusik, das „Lamento di Tristano“. Dieser Trauergesang aus dem 13. Jahrhunderts wird hier zum Tanz und geht schließlich in die Typologie eines Wienerlieds über – wie überhaupt das Wiener Musikbiotop eine Rolle in diesem Werk des Wahlwieners Kalitzke spielt, bis hin zu einer kleinen Hommage an Schubert. In der „Skizze für ein Haus im Licht“ tauchen die Elemente aus den vorangegangenen Sätzen wieder auf und unterliegen einem Klärungsprozess, „bis der Schatten eines Wienerlieds übrig bleibt.“
© Gottfried Franz Kasparek, 2012




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