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Boosey & Hawkes erwirbt bedeutende Ballett-Moderne

(March 2016)

WillemsSigningNews.jpg Ab sofort vertritt Boosey & Hawkes den holländischen Komponisten Thom Willems – seit 1985 die musikalische „Muse" des Star-Choreografen William Forsythe. Mit der Vereinbarung erwirbt der Verlag die Rechte an Willems’ Musik zu über 60 Forsythe-Balletten.

Thom Willems’ enge Zusammenarbeit mit William Forsythe wurde verglichen mit derjenigen von Strawinsky und Balanchine – jedes neue Tanztheater-Werk, das beide zusammen schufen, stellt eine radikale Weiterentwicklung des klassischen Balletts dar, was sowohl Bewegung als auch Klanglichkeit betrifft. Willems’ elektronische Kompositionen, für die subtile Klanglandschaften, beharrliche Rhythmen und urbane Sounds kennzeichnend sind, stellen von der Architektur dieser Ballette nicht loszulösende Teile dar.

Die populärste Schöpfung von Forsythe/Willems, In the Middle, Somewhat Elevated, wurde 1987 von Rudolf Nurejew für das Ballett der Pariser Oper in Auftrag gegeben und bot der neuen Startänzerin Sylvie Guillem eine große Bühne. Schnell als Klassiker etabliert, ging das 25-minütige Werk seither um die Welt und gehört zum Repertoire praktisch jeder wichtigen Ballettkompanie. Andere viel aufgeführte Ballette sind u. a. The Loss of Small Detail (1991) mit Kostümen von Issey Miyake, Herman Schmerman (1992) mit Kostümen von Gianni Versace, Duo (1996), Pas/Parts (1999), und One Flat Thing, reproduced (2000).

66 Kompanien in 25 Ländern haben die Werke von Forsythe/Willems aufgeführt, darunter das Mariinsky- und das Bolschoi-Ballett, das New York City Ballet, das San Francisco Ballet, das National Ballet of Canada, die Mailänder Scala, das Royal Ballet Covent Garden, das Wiener Staatsballett, die Dresdner Semperoper, das Ballet de l’Opéra de Lyon und das Pariser Opernballett, das allein 320 Aufführungen verzeichnet.

Highlights in jüngster Zeit waren das abendfüllende Programm Impressing the Czar in Dresden, dessen Kernstück In the Middle, Somewhat Elevated im September 2015 auch in Zürich zu sehen war und bis zum Ende der Saison noch beim Austra­lian Ballet, beim Washington Ballet, beim Nea Zealand Ballet und am Teatro Colón auf dem Spielplan steht. Das Stuttgarter Ballett tanzt in dieser Spielzeit The Second Detail, und Approximate Sonata kommt am Staatstheater Nürnberg sowie beim Ballett der Pariser Oper zur Aufführung – dort ist William Forsythe im Juli 2016 ein dreiteiliger Abend als Residenz-Choreograf gewidmet.

Thom Willems, 1955 in Arnhem geboren, studierte am Konservatorium Den Haag bei Louis Andriessen Komposition und bei Jan Boerman und Dick Raaijmakers elektro­nische Musik. 1985 arbeitete er erstmals mit William Forsythe zusammen, und für die folgenden Jahrzehnte war das Ballett Frankfurt, ab 2004 The Forsythe Company, beider Schaffenszentrum.



Foto: Thom Willems (© Jodokus Driessen)

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