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Isang Yun - Dokumentarfilm

(April 2014)

Der Yun-Film von Maria Stodtmeier, der zugleich ein Korea-Film ist und im Rahmen eines Projektes der Internationalen Isang Yun Gesellschaft in Berlin voraufgeführt wurde, gelangt nun bei Arte-TV zur Ausstrahlung. Es handelt sich um den ersten Yun-Film in Deutschland nach dem filmischen Porträt von Barrie Gavin und Ursula Klein (SFB 1996 / RBB):

Isang Yun. Ein Schicksal zwischen Nord- und Südkorea

Montag, 28. April um 0.00 Uhr
Mittwoch, 30. April um 5.05 Uhr
Donnerstag, den 8. Mai um 5.00 Uhr

Der Film ist vom 28. April bis 4. Mai 2014 im Internet abrufbar auf der Website Arte+7

Weitere Informationen:

http://www.arte.tv/guide/de/047546-000/isang-yun
http://programm.ard.de/TV/Programm/Suche/?sendung=2872411979422246

Kann Musik die Grenze eines geteilten Landes überwinden? Der Komponist Isang Yun (1917-1995) hat immer wieder versucht, mit Hilfe seiner Musik zwischen den konträren politischen Systemen von Nord- und Südkorea zu vermitteln. Indem der Film einen beklemmenden und intimen Blick in eine zutiefst gespaltene Nation erlaubt, stellt er das gängige Bild, das wir von Nord- und Südkorea haben, auf die Probe.

Isang Yun ist der europäischen Öffentlichkeit weitgehend unbekannt - dabei lebte er viele Jahrzehnte bis zu seinem Tod in Deutschland und war in den 1960er-Jahren Opfer eines international aufsehenerregenden Spionage- und Entführungsfalls. Sein Name steht für eine Geschichte, wie nur der Kalte Krieg sie schreiben konnte, und für den Versuch, die Teilung der Welt in Kommunismus und Kapitalismus mit den Mitteln eines Künstlers - in diesem Fall eines Komponisten - zu überwinden.

Als glühender Patriot, der schon gegen die japanische Besatzung Koreas gekämpft hatte, mochte Isang Yun die Trennung in Nord- und Südkorea nicht hinnehmen. In der Musik sah er die Möglichkeit, Brücken zu bauen und politische Gräben zu überwinden. Indem er traditionelle koreanische Musik mit den kompositorischen Errungenschaften der europäischen Nachkriegsavantgarde verband, entwickelte er seine künstlerische Vision eines wiedervereinten Koreas.

Heute ist Isang Yun die einzige zeitgenössische Persönlichkeit, der in beiden Teilen Koreas ein Museum gewidmet ist. Das Team um Maria Stodtmeier konnte beide Teile Koreas mehrfach für Dreharbeiten besuchen. Ihr Film wirft in zurückhaltenden, gleichwohl ungewöhnlichen Bildern einen Blick auf den Alltag in Nord- und Südkorea, und beleuchtet unter anderem die Rolle, die die Musik Isang Yuns in beiden Teilen des Landes spielt. Anrührend und höchst aufschlussreich sind vor allem Interviews, die Maria Stodtmeier mit nordkoreanischen Orchestermusikern geführt hat, die darüber erzählen, wie sie die Musik Isang Yuns empfinden. So entwirft Maria Stodtmeier auch das Porträt eines geteilten Landes, das sonst in der allgemeinen Wahrnehmung nur das Gute und Böse und richtig und falsch kennt.

Der Dokumentarfilm wurde auf dem 50. Internationalen Fernseh-Festival Golden Prague mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet und errang einen Hauptpreis beim Filmfestival in Mumbai.



Photo: © Michael Boomers/Accentus Music

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