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Unsuk Chin erhält den Marie-Josée Kravis Prize für zeitgenössische Musik der New Yorker Philharmoniker. Er umfasst ein Preisgeld von 200.000 US-Dollar sowie den Auftrag, ein Werk für das Orchester zu schreiben.

Am 11. Oktober 2018 gaben die New Yorker Philharmoniker bekannt, dass Unsuk Chin als vierter Persönlichkeit überhaupt die renommierte Auszeichnung zuerkannt wird. Der Kravis Prize ist einer der höchstdotierten Neue-Musik-Preise der Welt und würdigt außergewöhnliche Leistungen auf diesem künstlerischen Gebiet. Chins neues Orchesterwerk, das in der Folge entstehen wird, kommt in einer der kommenden Spielzeiten des Orchesters in New York zur Uraufführung. Bisherige Preisträger waren Louis Andriessen, Per Nørgård und Henri Dutilleux.

Unsuk Chin zu ihrer Auszeichnung: „Ich bin sehr geehrt, denn ich empfinde großen Respekt und Bewunderung für meine Vorgänger und die New Yorker Philharmoniker. Als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal mit diesem Ausnahme-Orchester zusammengearbeitet habe, fühlte ich mich sofort heimisch, sowohl musikalisch als auch persönlich, mit diesen wunderbaren Musikerinnen und ihrer faszinierenden Abenteuerlust. Das Engagement der New Yorker Philharmoniker für neue Komponistinnen schätze ich sehr, und ich bin begeistert über die Gelegenheit, mit ihnen gemeinsam an einem neuen Werk von mir zu arbeiten.“
„Es ist wichtig, dass führende Orchester wie das New York Philharmonic die Musik unserer Zeit in den Fokus nehmen, und ich bin dem Ehepaar Kravis dankbar, dass sie und dies mit der bedeutenden Auszeichnung ermöglichen“, sagte Chefdirigent Jaap van Zweden. „Unsuk Chins musikalische Sprache redet mit einzigartiger Farbigkeit und Poesie, und bei den New Yorker Philharmonikern freuen wir uns darauf, die von ihr erschaffenen Musikwelten zu teilen.“

Das New York Philharmonic hat in der Vergangenheit drei Werke Unsuk Chins zur Aufführung gebracht, angefangen mit der gelobten US-Premiere von Gougalon: Scenes from a Street Theater im April 2013 unter der musikalischen Leitung von Alan Gilbert, die vom Magazin „New York“ zu einer der zehn besten Klassik-Darbietungen des Jahres erklärt wurde. Diese Aufführung veranlasste das Orchester, sich unter die Auftraggeber von Chins Klarinettenkonzert einzureihen, das von Kari Kriikku mit den New Yorker Philharmonikern und Alan Gilbert als US-amerikanische Erstaufführung im Rahmen des Abonnement-Eröffnungskonzerts der Saison 2014/15 erklang. Und das Orchester präsentierte Chins Fantaisie mécanique 2016 beim Festival NY PHIL BIENNIAL, wo das Stück vom Ensemble der Lucerne Festival Alumni unter David Fulmer aufgeführt wurde.

Chins kompositorisches Schaffen und ihre bemerkenswerte Laufbahn trugen ihr bereits 2004 den Grawemeyer Award für ihr Violinkonzert, 2005 den Arnold Schoenberg Prize, 2010 den Musikpreis der Fondation Prince Pierre sowie 2017 den Wihuri Sibelius Prize ein. Ihre Werke werden regelmäßig von führenden Musiker*innen und Orchestern aufgeführt; sie war Residenz-Komponistin und wurde mit Programmschwerpunkten gewürdigt beim Lucerne Festival, beim Festival d’Automne, beim Stockholm International Composer Festival, beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, beim Festival ACHT BRÜCKEN der Philharmonie Köln, bei der São Paulo Symphony, beim Total Immersion Festival der BBC Symphony, bei der Melbourne Symphony und beim Seoul Philharmonic Orchestra. Chin wirkte außerdem als Konzert-Kuratorin, so 2006–17 bei der von ihr gegründeten Reihe Ars Nova des Seoul Philharmonic Orchestra, sowie seit 2011 als künstlerische Leiterin der Reihe Music of Today des Philharmonia Orchestra London.

In der aktuellen Spielzeit stehen zwei Uraufführungen Chins in den Vereinigsten Staaten bevor: Gran Cadenza für die Geigerinnen Anne-Sophie Mutter und Ye-Eun Choi am 12. März in der Carnegie Hall sowie ein neues Orchesterwerk für das Los Angeles Philharmonic, das am 5.–7. April unter der musikalischen Leitung von Mirga Gražinyte-Tyla aus der Taufe gehoben wird.

Mehr Information zum Kravis Prize unter nyphil.org/kravis.
 

Photo: Priska Ketterer

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