Boosey & Hawkes Composer News
FEATURED COMPOSERS

Pressestimmen Sunken Garden

(April 2013)

(UA am 12. April 2013 in London)



Eine fantastische Erzählung zum Staunen für Auge und Ohr
Eine provokative Kombination von Live-Performance und Kino, bei der beides in subtiler und fesselnder Weise verschmilzt […] die Verschmelzung gelang durch die Strenge, mit der van der Aa alle Teile zusammengefügt hat, durch die meisterhafte Darbietung Dutzender Mitwirkender und Techniker und durch die herausragende Leistung, mit der die Sänger und Schauspieler ihre Aufgaben bewältigten, sowohl auf der Bühne wie auf dem Bildschirm […]
Van der Aa verbindet die musikalischen und filmischen Elemente von „Sunken Garden" auf geschickte und verflochtene Weise. Subtile Andeutungen, die den geheimnisvollen Handlungsverlauf voranbringen, sind leise in die gefilmten Sequenzen eingestreut. Musikalische Elemente stehen in präzisem Zusammenhang mit Details auf dem Bildschirm […]
Mitchells plauderhafte Dialoge fließen auf natürliche Weise daher, in lyrischen Strängen über lädierten Harmonien, zappelnden Rhythmen und kurzen Phasen gespenstischen Stillstands, gespielt von einem 26-teiligen Orchester, das von subtilen elektronischen Effekten verstärkt wird. Zu einer gefilmten Szene, in der Amber in einem Nachtclub zu sehen ist, erklingt überzeugend kinetische Tanzmusik […]
Die drei Livesänger der Oper, die klanglich durch unaufdringlichen Verstärker auf ihre filmischen Pendants abgestimmt wurden, waren vorzüglich. Ohne Frage ein kühnes, lohnendes Unternehmen, das einiges Nachdenken verlangt.
New York Times, Steve Smith, 16. April 2013

Zuweilen genial – und immer verblüffend
Was wirklich bemerkenswert daran ist, ist die Art und Weise, wie alles zusammenkommt. Im ersten Teil wechselt live gesungene Handlung mit gesprochenen Videoclips, die zu Tobys Film gehören. Der versunkene Garten selbst, der im Eden Project in Cornwall gefilmt wurde, erscheint in ungewöhnlichem 3D, wobei die „vermissten" Figuren Hologramme im Film bilden und die übrigen Figuren live auf der Bühne agieren, dabei aber manchmal mit den Hologrammen zusammenspielen (oder es zumindest versuchen). Es ist eine schräge, aber gelegentlich atemberaubende Erfahrung; die technischen Aspekte sind fest im dramatischen Konzept verankert, was es leicht macht, den Vorwurf der Spielerei zu widerlegen.
Die Partitur ist kein bloßer Zauberkasten: Sie ist an manchen Stellen dramatisch, an anderen beinahe traditionell (insbesondere die Gesangsstimmen), und steht stets genau im Einklang mit dem Text. Die musikalische Vielfalt ist virtuos: Van der Aa ist für seinen Eklektizismus bekannt, doch hier übertrifft er sich selbst. Am meisten beeindruckt haben mich die Passagen, in denen es um Amber geht, eine reiche Studentin mit einer Vorliebe für Clubs: Wie van der Aa Tanzmusikelemente in seine Partitur hineinarbeitet, ist erstaunlich wirkungsvoll und authentisch.
… ein wahrhaft bemerkenswertes Kunstwerk, das gesehen und gehört zu werden verdient und die Aufmerksamkeit wert ist, die ihm bereits zuteil wurde.
Bachtrack, Paul Kilbey, 13. April 2013

Ein Gesamtkunstwerk für das Zeitalter der Technik
Im Ganzen ist „Sunken Garden" ehrgeiziger, und verwirklicht van der Aas Traum, verschiedene Kunstformen zu einem Gesamtkunstwerk für das Zeitalter der Technik zusammenzufügen. Die Oper wird sicherlich die Meinungen spalten, was bei allem wirklich Experimentellen gewöhnlich der Fall ist. Man wird viel von ihrem technischen Erfindungsreichtum sprechen, wovon man sich aber nicht täuschen lassen sollte. Im Kern ist „Sunken Garden" eine wahre Oper im tiefsten Sinne. Sie handelt von Menschen und wie sie miteinander kommunizieren, oder eben auch nicht kommunizieren.
Auch von dem komplexen Handlungsverlauf sollte man sich nicht ablenken lassen… Nichts scheint wirklich Sinn zu ergeben, und doch entsteht ein verrückter Eindruck der Vorwärtsbewegung, ähnlich wie in einem Traum… Die 3D-Effekte sind keine Spielerei, sondern ein intelligenter Kommentar zum Theater.
Van der Aas „Sunken Garden" ist so anders, dass es ein Wunder wäre, wenn alle die Oper auf die gleiche Weise verstehen würden. Doch vielleicht liegt das Geheimnis gerade darin, dass jeder seinen eigenen Weg in diese seltsame Welt finden muss. In der wirklichen Welt kommunizieren wir auf viele verschiedene Weisen, nicht nur mit Worten. Wir hören auf alle möglichen verbalen und nonverbalen Signale und benutzen visuelle und unterbewusste Bilder. „Sunken Garden" ist deshalb eine gute Oper, weil sie uns in eine künstlerische Vision führt und uns dazu bringt, uns mit unseren Gefühlen auseinanderzusetzen.
Opera Today, Anne Ozorio, 14. April 2013

3D-Film und Oper in einem – mit magischer Wirkung
Ich war Zeuge einer wirklich gelungenen Verschmelzung von Kunstformen, bei der etwas entstand, was ich am besten als Oper und Film in einem beschreiben kann, eine Filmoper als dramatischer Konzeption… Sunken Garden ist ein echtes Multimedia-Kunstwerk, das die Dramatik des 3D-Kinos mit einbezieht.
Es ist eine so raffinierte wie komplexe Arbeit mit einem höllisch komplizierten Plot, den Roderick Williams, Katherine Manley und Claron McFadden, die drei passend besetzten Bühnensänger, souverän darbieten.
Das ist echtes Drama, und es funktioniert dramatisch. Das Geheimnis ist so komplex wie im Film Noir. Die gesprochenen Interviews funktionieren als Film, und durch das gelungene 3D wurde ich direkt in den versunkenen Garten hineingezogen. Entscheidend ist jedoch, dass Sunken Garden als Oper funktioniert, in der van der Aas Verschmelzung musikalischer Stile der Verschmelzung der Medien entspricht.
Gramophone, Antony Craig, 18. April 2013

Eine bemerkenswerte Verschmelzung von Klang und Bild
… eine bemerkenswerte Verschmelzung von Klang und Bild, ergänzt durch überwältigende 3D-Bilder. Sunken Garden, als „Filmoper" beschrieben, sprengt die Grenzen des Genres.
Barry Millington, Evening Standard, 15. April 2013

Außerordentlich wirkungsvoll
Nicht nur bei der Aufführung, sondern auch bei den oft opulent inszenierten Filmsequenzen führte van der Aa Regie. Wie immer gelang ihm dies auf ungemein hohem technischen Niveau, und sowohl der Orchesterpart als auch der elektronische Soundtrack sind außerordentlich wirkungsvoll.
The Guardian, Andrew Clements, 14. April 2013

Ich habe die Zukunft gesehen. Sie funktioniert.
Lassen Sie mich das Schicksal herausfordern und ohne Zögern verkünden, dass Michel van der Aas Oper Sunken Garden, die am Freitag in London ihre Premiere erlebte, die erste echte Oper für das 21. Jahrhunderts ist.
Nur wenige neue Opern stellen sich der fundamentalen Frage, was eine Kunstform des 18. Jahrhunderts im 21. Jahrhundert zu suchen hat. Genau das jedoch leistet Sunken Garden. Basierend auf einem Libretto des Fantasy-Schriftstellers David Mitchell wird jedes bekannte Mittel der Bühnentechnik ausgenutzt, und noch einige weitere werden erfunden, so dass das Publikum das Gefühl bekommt, sowohl dort als auch gleichzeitig ganz woanders zu sein.
Die Sänger, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Bühnenraums, waren sensationell, vor allem Roderick Williams, Claron McFadden und Kate Miller-Heidke. Die von André de Ridder dirigierte Aufführung mit dem Bühnenbild von Theun Mosk geht nun auf Tournee nach Lyon, zum Holland Festival, nach Toronto und noch viel weiter. Schon während der Arbeit machte das Werk von sich reden, so dass nicht weniger als 40 Festivaldirektoren herbeigeflogen kamen, um der Premiere beizuwohnen.
Wenn genügend von ihnen meine Wahrnehmung teilen, dass Sunken Garden das Rätsel der Oper im 21. Jahrhundert geknackt hat, sollte man sich bereit halten für weitere Inszenierungen, die sich diese bewusstseinsverändernde, zutiefst verstörende Technik quer durch das Repertoire zu Nutze machen.
Ich habe die Zukunft gesehen. Sie funktioniert.
Slipped Disk/Sky news, Norman Lebrecht, 12. April 2013


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Szenenphoto: © Mike Hoban

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