Nachrichten zu den Komponisten bei Boosey & Hawkes

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KOMPONIST IM PORTRÄT
Deutsch, Bernd Richardsubliminal (2010) 15'
for orchestra

Orchesterbesetzung
3(II,III=picc,III=afl).3(III=corA).3.(III=bcl).3.(III=dbn)-4.3.3.1-timp.perc(3)-harp-strings(14.12.10.8.6).
Abkürzungsverzeichnis (PDF).

Vertriebsgebiet
Dieses Werk ist erhältlich bei Boosey & Hawkes für Aufführungen in der ganzen Welt.

World Premiere
1/20/2012
Opera City Concert Hall, Tokyo
Tokyo Philharmonic Orchestra / Kazuki Yamada


Anmerkungen des Komponisten      English
Die Idee, sich das Universum als Ornament (Kosmos) vorzustellen, um eine Erklärung für alles Sichtbare zu finden – wie der Naturforscher und Landschaftsarchitekt Gilles Clément schreibt – legt nahe, dass nur die Oberfläche der Dinge enthüllt wird, während der Rest des Systems – wahrscheinlich die Substanz – verborgen bleibt.

Mit subliminal (das englische Wort beteudet unterschwellig oder auch das Unterbewusste) habe ich versucht, einen Mikrokosmos, eine biologische Einheit zu erschaffen, deren Strukturen, Funktionen und innere Zusammenhänge unserer bewussten und rationellen Wahrnehmung größtenteils verborgen bleiben. Die morphologischen Aspekte und die Identität des Organismus sind vielleicht sogar teilweise wahrnehmbar, über die Schwelle der sonoren Oberfläche und über die Trugbilder der Dinge, mit denen sie erscheinen, hinweg.

Das Stück ist in vier gegensätzliche Abschnitte gegliedert: Teil eins beschäftigt sich mit symmetrischen harmonischen Strukturen und einer aufsteigenden melodischen Linie; in einen Akkord transformiert, eröffnet dieses Element den zweiten Teil, der dramatischen Charakter hat; nach einem abrupten Zusammenbruch folgt der langsamere dritte Teil; dem Finale liegt eine kleine rhythmisch pulsierende Zelle zugrunde, die eine gewaltige Beschleunigung erfährt, worauf das Stück in einer tumultartigen Klimax zu einem jähen Ende kommt.

Pressestimmen      English
"Im Werk subliminal suchte Deutsch, Gewinner des Erste-Bank-Kompositionspreises, dann unterschwellige Vorgänge des Bewusstseins zu schildern. Plastisch, agil und sinnlich zeigte sich die Musik; kurze Tonschwärme, die anfänglich versickerten, steigerten sich zu wirkungsmächtigen, martialischen Höhepunkten, dazwischen fanden auch schwärmerische Kantilenen ihren Platz." (Stefan Ender, Der Standard, 18.11.2013)




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