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KOMPONIST IM PORTRÄT
Schultz, Wolfgang-AndreasArchaische Landschaft mit heilender Trauer (2002/03) 15'
for string ensemble

Orchesterbesetzung
10vln.4vla.3vlc.1db.
Abkürzungsverzeichnis (PDF).

Vertriebsgebiet
Dieses Werk ist erhältlich bei Boosey & Hawkes für Aufführungen in der ganzen Welt.

World Premiere
4/22/2007
Versöhnungskirche, Dresden
Dresdner Kapellsolisten / Ekkehard Klemm


Anmerkungen des Komponisten  
Das Ensemble ist folgendermaßen aufgeteilt:

– Ein Streichquartett (Vl. 1, Vl. 2, Vla. 1 und Vc. 1) als Stimme des einzelnen trauernden Menschens;
– Eine Bratsche (Vla. 2), die in einer "archaischen Tongebung", am Steg und non vibrato gespielt, den modalen Klage- und Trauergesang vorträgt. Immer wenn die Vla. 2 "am Steg" spielt, ist sie Solo-Stimme und sollte gut hervortreten.
– Das übrige Ensemble, das zunächst den Bordunton spielt und die Landschaft darstellt; - im Verlauf der Entwicklung dann werden die Stimmen des trauernden Menschen, des archaischen Klagegesangs und der Landschaft miteinander verwoben, - dadurch wird die Aufteilung bisweilen aufgeboben.

Das Stück erhielt seine Anregung durch die "Myroloja", einen fast ausgestorbenen Brauch in entlegenen Bergtälern Griechenlands. Dort werden von Frauen Klagegesänge ("Myroloja" bedeutet Klagegesang) gesungen, in denen der Trauernde seine Gefühle ausgedrückt und gespiegelt findet. Ein solcher gemeinsamer Ausdruck ist wichtig für die Heilung des Schmerzes. Die Myroloja ist gefühlvoll und geht auf die Persönlichkeit des Verstorbenen ein, ist also keineswegs ein unpersönlich-ritueller Gesang. Deshalb sollte die Vla. 2 trotz der „archaischen Tongebung“ ausdrucksvoll spielen.

Der Psychologe Jorgos Canacakis hat in seinem Buch "Ich sehe deine Tränen" die Myroloja beschrieben. Ihm verdanke ich die Kenntnis dieses Brauchs und letztlich die Idee zu dem Stück.

Pressestimmen  
"Eine klagende Figur der Bratsche erklingt über einem das Stück durchziehenden Ton, immer stärker überlagertund gebrochen von anderen Stimmen. Bald weiten sich die Tonräume, die Stimmenschichten verdichten sich und geben am Ende einen Akkord frei, der sich nach und nach aus Dissonanzen herausschält und dem verspannten Tongeflecht eine fast leise, luftige Lösung verschafft. Das intensiv und pastisch dargesbotene Streichersütck bedarf für den Hörer vielleicht gar nicht eines assoziativen Titels." (Hertmut Schütz, Dresdner Neueste Nachrichten, 24.04.2007)

"Über einem armenisch inspirierten, liegenden Ton erhebt sich archaischer Klagegesang, wie er aus abgelegenen Bergtälern überliefert istt. Schultz führt diese Konstellation zu einem konturen- und beziehungsreichen Geflecht in freier Tonalität, dessen Atmungen und Reibungen pulsierendes Leben zu refelktieren scheinen. Am Ende des nahezu symmetrischen Bogens leuchtet bekenntnisartig ein Licht in Dur." (Karsten Blüthgen, Sächsische Zeitung, 24.04.2007)




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