Zender, Hans: Schachspiel (1969) 10'
for orchestra in two groups
Orchesterbesetzung
2(II=picc).2.2.2(II=dbn)-2.2.2.2-perc(4)-2harps-pft-gtr-2vln.2vla.2vlc.2db
World Premiere
9/4/1970
Darmstadt
unknown / Sinfonieorchester des HR / Hans Zender
Anmerkungen des Komponisten
Der Titel will nicht etwa eine "Wettkampf"-Situation in der Form des Stückes andeuten, sondern auf eine bestimmte Art der Kombinatorik von Klangfeldern hinweisen. Nicht umsonst sind Schachbretter bei den Op-Art-Künstlern so beliebt; das Werk Vasarelys hat mir hier mehr Anregung gegeben als musikalische Traditionen. Es gibt nicht nur eine symmetrische Verteilung der Klangfarben im Raum (die Instrumentalisten sind wie Schachfiguren aufgebaut), sondern vor allem eine stufenweise Veränderung der harmonischen und klangfarblichen Konstellationen, die man Schachzügen vergleichen kann. Sie finden in bestimmten Zeitabständen statt, die der Dirigent entweder metronomisch "objektiv" (8 Sekunden pro Einsatzabstand) einhalten oder subjektiv "verzerren" kann (wodurch eine Fluktuation des Tempos entsteht).
Es ist auch möglich, beide Versionen gleichzeitig aufzuführen, sei es mit zwei Orchestern oder mit Tonband und Orchester, wobei dann Überlappungseffekte entstehen, die von engsten Schwebungen bis zu kanonartigen Wirkungen reichen.
for orchestra in two groups
Orchesterbesetzung
2(II=picc).2.2.2(II=dbn)-2.2.2.2-perc(4)-2harps-pft-gtr-2vln.2vla.2vlc.2db
World Premiere
9/4/1970
Darmstadt
unknown / Sinfonieorchester des HR / Hans Zender
Anmerkungen des Komponisten
Der Titel will nicht etwa eine "Wettkampf"-Situation in der Form des Stückes andeuten, sondern auf eine bestimmte Art der Kombinatorik von Klangfeldern hinweisen. Nicht umsonst sind Schachbretter bei den Op-Art-Künstlern so beliebt; das Werk Vasarelys hat mir hier mehr Anregung gegeben als musikalische Traditionen. Es gibt nicht nur eine symmetrische Verteilung der Klangfarben im Raum (die Instrumentalisten sind wie Schachfiguren aufgebaut), sondern vor allem eine stufenweise Veränderung der harmonischen und klangfarblichen Konstellationen, die man Schachzügen vergleichen kann. Sie finden in bestimmten Zeitabständen statt, die der Dirigent entweder metronomisch "objektiv" (8 Sekunden pro Einsatzabstand) einhalten oder subjektiv "verzerren" kann (wodurch eine Fluktuation des Tempos entsteht).
Es ist auch möglich, beide Versionen gleichzeitig aufzuführen, sei es mit zwei Orchestern oder mit Tonband und Orchester, wobei dann Überlappungseffekte entstehen, die von engsten Schwebungen bis zu kanonartigen Wirkungen reichen.
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