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COMPOSITORES PRESENTADOS
Glanert, DetlevGeheimer Raum (Secret Room. Chamber Sonata No.3) (2002) 9'
for ensemble

Orquestación
fl(=picc).cl-perc(1):t.bells/gongs(Eb,G)/thundersheets(sm,med)/2bongos(sm,med)/grease-proof paper-pft-vln.vla.vlc.db.
Abreviaturas (PDF).

Territorio
Este trabajo está disponible a través de Boosey & Hawkes der ganzen Welt.

World Premiere
5/16/2002
Queen Elizabeth Hall, London
London Sinfonietta / Oliver Knussen CBE


Nota del programa      English
Geheimer Raum ist das dritte Werk einer Serie von Kammersonaten Glanerts, entstanden nach den Stücken Vergessenes Bild (1994) und Gestalt (1995). Besetzt sind alle drei mit: Flöte, Klarinette, Klavier, Schlagzueg, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass. Der Duktus dieser Werk-Gruppe ist eher experimentell und abstrakt im Gegensatz zur reichen, deskriptiven Ausdrucksweise der meisten seiner Bühnen- und Orchesterwerke.
Während Vergessenes Bild ein zweidimensionales Bild und Gestalt eine dreidimensionale symbolisch-bildliche Form zum Gegenstand haben, stellt Geheimer Raum die Perspektiven eines Idividuums auf eng begrenztem Platz dar. Die festgesetzten Paramenter des 12-minütigen Stückes sind von den vier Wänden eines Raumes bestimmt, die sich in vier aufeinander folgende Abschnitte der Partitur teilen - jeweils in gesteigertem Tempo, und in nervöser Spannung gespielt werden sollen.
Glanerts Musik ähnelt der Malerei Francis Bacons insofern als er die Ideen des Übermalens der Leinwand musikalisch adaptiert: die alte, vorige Farb-Grundierung wird an der Oberfläche zerkratzt, um verdeckte und verschleierte Schichten wieder sichtbar (hier: hörbar) zu machen, zu enthüllen.  Das Ganze mündet in einem stetig wiederkehrenden Gefühl von Klaustrophobie.
Geheimer Raum (Secret Room) ist ein Auftragswerk der London Sinfonietta, realisiert mit finanzieller Unterstützung des Goethe Instituts.
David Allenby, 2002

Citas de prensa      English
"Geheimer Raum war ein Riesenerfolg. Bei anderen Komponisten wäre das Zerreißen eines Taschentuches ein dadaistischer Scherz: hier ist der Riss ein Klang, der seinen musikalischen Platz in einer fantastischen, verführerischen Welt findet." (Geoff Brown, The Times, 20.05.2002)

"Das viersätzige Werk ist von schlüssiger Dichte; seine steigende Intensität erzeugt durch einen knappen Vorrat an anschaulichen Gesten eine klaustrophische Atmosphäre. Nicht mehr als eine Handvoll Instrumente lassen beständig fesselnde Klangfarben entstehen – hier zeigt Glanert seinen ganzen Erfindungsreichtum." (Andrew Clements, The Guardian, 17.05.2002)




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