KOMPONIST IM PORTRÄT

Steven Mackey

 b.14 February 1956, Frankfurt, GermanySteven Mackey Photo: Alice Arnold/Boosey & Hawkes

Biographie


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Steven Mackey wurde 1956 als Sohn amerikanischer Eltern geboren, die in Frankfurt stationiert waren. Seine erste musikalische Leidenschaft war das Spielen der E-Gitarre in Rockbands im nördlichen Kalifornien. Später entdeckte er die klassische Musik für sich und komponierte Werke für Orchester, Kammermusik, Tanzstücke und Opern. Er führt regelmäßig eigene Werke auf, etwa die beiden Konzerte für E-Gitarre, aber auch zahlreiche Solo- und Kammermusikwerke; gleichzeitig improvisiert er häufig in seinen Konzerten.

Als Komponist erhielt Mackey zahlreiche Auszeichnungen, darunter ein Guggenheim-Stipendium, ein Charles Ives-Stipendium von der American Academy of Arts and Letters, zwei Preise des Kennedy Center for the Performing Arts, den Stoeger-Preis für Kammermusik von der Chamber Music Society of Lincoln Center, und im Jahr 2000 würdigte das Miami Performing Arts Center seinen Beitrag zur Orchestermusik mit einem Sonderpreis für sein bisheriges Gesamtwerk. Indigenous Instruments wurde zum amerikanischen Beitrag für das International Rostrum of Composers in Paris 1990 ausgewählt. Im Sommer 2006 war Mackey Composer-in-Residence beim Tanglewood Festival; beim Aspen Music Festival 2007 wurde ihm diese Ehre erneut zuteil, diesmal gemeinsam mit Christopher Rouse. Darüber hinaus war Mackey Composer-in-Residence an zahlreichen Universitäten und Festivals, darunter dem Yellow Barn Festival, dem Imagine Festival, dem Bennington Festival und vielen anderen. Seine Musik stand im Mittelpunkt des vom San Francisco Symphony Orchestra veranstalteten American Mavericks Festival im Jahr 2000 und des Holland Festivals 2003 in Amsterdam. Die Carnegie Hall veranstaltete 2006 in der Zankel Hall im Rahmen der Reihe „Making Music“ ein Porträtkonzert mit Mackeys Werken.

Kompositionsaufträge erhielt Mackey von den Symphonieorchestern von Chicago und San Francisco, den Philharmonikern von Los Angeles, dem Kronos Quartett, der Koussevitzky Music Foundation in der Library of Congress, der Fromm Foundation, dem Brentano Streichquartett, dem Borromeo Streichquartett, von Fred Sherry und Dawn Upshaw, vom Holländischen Radiosinfonieorchester, vom Saint Louis Symphony Orchestra, dem Scottish Chamber Orchestra, dem BBC Philharmonic Orchestra, von Leila Josefowicz und vielen anderen. In jüngerer Zeit uraufgeführte Werke sind die Kammermusikfassung von Animal, Vegetable, Mineral durch das Prism Saxophone Quartet (2004), die Orchesterfassung von Animal, Vegetable, Mineral mit dem Nashville Symphony Orchestra und dem Prism Quartet (2005), Time Release für Pauken und Orchester mit dem Perkussionisten Colin Currie (2005), Turn the Key mit New World Symphony unter Leitung von Michael Tilson Thomas (2006), Measures of Turbulence für das Gitarrenensemble des Musikkonservatoriums San Francisco mit David Tanenbaum (2007) sowie Ground Swell für Bratsche und Ensemble beim Aspen Music Festival (2007). Ebenfalls im Jahr 2007 erlebte Dreamhouse seine USA-Premiere durch das Boston Modern Orchestra Project, Rinde Eckert und Synergy Vocals unter Leitung von Gil Rose. Colin Currie stellte dem amerikanischen und dem New Yorker Publikum zum ersten Mal Time Release vor, in Aufführungen mit dem Baltimore Symphony Orchestra unter Leitung von Marin Alsop in Baltimore und in der Carnegie Hall. Im Oktober 2008 brachte Leila Josefowicz die Uraufführung von Mackeys Violinkonzert Beautiful Passing mit dem BBC Philharmonic Orchestra zu Gehör; die USA-Premiere schloss sich im November mit dem Saint Louis Symphony Orchestra an.

Das Monodram Ravenshead für Tenor/Schauspieler (Rinde Eckert) und elektro-akustische Band/Ensemble (das Paul Dresher Ensemble) erklang mittlerweile fast hundert Mal in Konzerten und ist auch auf CD erhältlich (MinMax Music). In einem kulturellen Jahresrückblick kürte USA Today das Werk zur besten Oper des Jahres 1998. Mackeys neuestes, für Rinde Eckert und das Ensemble eighth blackbird geschriebenes Werk Slide (2008-09) ist eine Fortsetzung von Ravenshead und erklang erstmals beim Ojai Music Festival im Juni 2009.

Mackeys Musik ist auf zahlreichen CDs erschienen, darunter „Lost and Found“ (Bridge records, 1996), auf der Mackey seine Solomusik für E-Gitarre spielt; „Tuck and Roll“ (BMG/RCA Red Seal, 2001) mit Orchestermusik unter dem Dirigenten Michael Tilson Thomas; „String Theory“ mit Streichquartetten und einem Stück für Streichquartett und E-Gitarre (Albany Records, 2003); „Heavy Light“, auf der das Ensemble Mosaic verschiedene Kammermusikwerke vorstellt (New World Records, 2004); „Banana/Dump Truck“ mit Cello- und E-Gitarren-Konzerten (Albany Records, 2005); und „Interior Design“ mit Violinstücken, gespielt von Curtis Macomber. „Tuck and Roll“, „Interior Design“ und „Lost and Found“ schafften es in einige Jahres-Top-Ten-Listen, darunter die der New York Times. Einzelne Stücke von Mackey sind auf zahlreichen CD-Zusammenstellungen zu hören, etwa auf Nonesuch, BMG/Catalyst, CRI, Newport Classics und vielen anderen Labels.

Als Gitarrist hat Mackey seine Musik zusammen mit dem Kronos Quartett, dem Arditti Quartett, dem Brentano Quartett, mit New World Symphony, dem Holländischen Radiosinfonieorchester, London Sinfonietta, den Ensembles Nexttime (Parma) und Psappha (Manchester), mit Joey Baron, Fred Sherry und anderen gespielt.

Gegenwärtig ist Mackey Professor für Musik an der Princeton University, der er seit 1985 angehört. Er lehrt Komposition, Theorie, Musik des 20. Jahrhunderts, Improvisation und einige andere Gebiete. Als Ko-Direktor des Composers Ensemble an der Princeton University fördert und dirigiert er neue Werke von Kompositionsstudenten und Klassiker des 20. Jahrhunderts. Die Princeton University ehrte ihn 1991 als Ersten mit einer Auszeichnung für herausragende Leistungen in der Lehre.

Januar 2009

Steven Mackeys Website ist www.stevenmackey.com. Seine Kompositionen erscheinen im Verlag von Boosey & Hawkes.

This biography can be reproduced free of charge in concert programmes with the following credit: Reprinted by kind permission of Boosey & Hawkes

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