Gideon Klein
1919 - 1945Schlaglicht
English Deutsch
Der vielseitig begabte mährische Komponist und Pianist Gideon Klein war Insasse des Konzentrationslagers Theresienstadt * erhielt seine Ausbildung ab dem zwölften Lebensjahr in Prag, besuchte das Konservatorium und schloß es 1939 als Starschüler im Fach Klavier ab * die nationalsozialistische Besetzung verhinderte die Annahme eines Studienplatzes an der Royal Academy of Music in London * Klein war als Komponist weitgehend Autodidakt, mußte seine Studien beim Mikroton-Spezialisten Alois Hába mit der Schließung der Karls-Universität beenden * seine Musik ist von modernerer Färbung als der die zwei Jahrzehnte älteren Krása und Haas * am stärksten von Janácek, Schönberg und Berg beeinflußt * zu Kleins Kompositionen der späten 1930er zählen ein Streichquartett und ein vierteltöniges Duo für Violine und Viola * nach seiner Deportation nach Theresienstadt 1941 wurde er als Pianist, Komponist und Bearbeiter eine der wichtigsten musikalischen Gestalten im Lager * seine Kammermusik gipfelte in Fantasie und Fuge für Streichquartett und dem Streichtrio * in die Lager Auschwitz, dann Fürstengrube verbracht, wurde er wenige Wochen vor der Befreiung im Alter von 25 Jahren ermordet
Werkauswahl Gideon Klein:
Vier Sätze für Streichquartett (1938)
Streichquartett (1939-40)
Drei Lieder und Wiegenlied (1940/1943) für hohe Stimme und Klavier
Partita für Streichorchester (Bearbeitung von Vojtèch Saudek nach Kleins Streichtrio, 1944/90)
Werke herausgegeben von Bote & Bock in Zusammenarbeit mit Helvetica & Tempora, Prag
"Kleins Werke sind ein Beispiel par excellence für künstlerische Kraft. Er komponierte, weil es ihm Grundbedürfnis war, seine einzige Möglichkeit zu leben." — Vojtèch Saudek
Mailinglist
Melden Sie sich an für Updates und Angebote per E-Mail
ZUR REGISTRIERUNG
