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KOMPONIST IM PORTRÄT

Sebastian Currier

 b.16 March 1959, USAPhoto credit: Jeffrey Herman

Biographie


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2007 gewann Sebastian Currier den renommierten Grawemeyer Award. Gepriesen von der New York Times als „Musik mit einer unverwechselbaren Stimme“ und von der Washington Post als „lyrisch, farbenreich, fest verwurzelt in der Tradition, aber völlig neu“, wurde seine Musik von gefeierten Künstlern in bedeutenden Orten auf der ganzen Welt aufgeführt.

Seine Kammermusik, einschließlich drei Uraufführungen, wurde 2007 und 2008 von den Berliner Philharmonikern dargeboten. Für die Premiere seines Harfenkonzertes Traces, das im Auftrag der Berliner Philharmoniker komponiert und von Marie-Pierre Langlamet unter der Leitung von Donald Runnicles aufgeführt wurde, kehrte er im Dezember 2009 nochmals nach Berlin zurück. Die US-Erstaufführung von Traces, ebenfalls unter der Leitung von Maestro Runnicles, fand im Juli 2010 im Rahmen des Grand Tetons Music Festivals statt.

Mit Begeisterung aufgenommen wurde Curriers Musik von der Geigerin Anne-Sophie Mutter, für die er Aftersong schrieb, ein Werk, das sie in den USA und in Europa häufig aufführte, u.a. in der New Yorker Carnegie Hall, der Symphony Hall in Boston, der Barbican Hall in London, und im Großen Festspielhaus in Salzburg. Ein Kritiker der London Times schrieb: „...wenn alle seine Stücke so emotionsgeladen und in ihrer Verwendung neu durchdachter Tonalität so genial sind wie dieses, dann geben Sie mir mehr davon.“ Sein Anne-Sophie Mutter gewidmetes Violinkonzert Time Machines wurde im Juni 2011 vom New York Philharmonic Orchestra uraufgeführt.

Seine Microsymph, vom Komponisten als eine groß angelegte Symphonie bezeichnet, die in den Zeitraum von nur zehn Minuten hineingepresst ist, wurde vom American Composers Orchestra in Auftrag gegeben und in der Carnegie Hall uraufgeführt. Sie wurde auch von Orchestern wie der San Francisco Symphony, dem Gewandhaus Orchester, dem Eos Orchestra sowie dem National Symphony Orchestra gespielt und vom Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt unter der Leitung von Hugh Wolff aufgenommen.

Currier hat auch Werke geschrieben, die elektronische Medien und Video erfordern. Nightmaze, ein Multimedia-Stück nach einem Text von Thomas Bolt, in dem der Protagonist träumt, er rase auf einer dunklen, riesigen Autobahn entlang, an der sich merkwürdige Verkehrsschilder auftun, nur um wieder in der Nacht zu verschwinden, wurde vom Network for New Music und dem Mosaic Ensemble aufgeführt. Die Philadelphia Inquirer sagt: „Jede Kurve ist atemberaubend“, und die New York Times konstatiert: „Curriers reichhaltige und fantasievolle Musik trifft den richtigen Ton mit ihren gebrochenen und dissonant barockisierenden Gesten, die wie Autobahnausfahrten in die Leere führen und auf ferne Speicher von Emotion und Sehnsucht hindeuten“.

CD-Erscheinungen sind Next Atlantis mit dem Ying Quartet auf dem Naxos Label und „On the Verge“ vom Ensemble „Music from Copland House“ mit seinem Grammy-gekrönten Stück Static und anderen Kammermusikwerken. Anne Midgette schreibts in der New York Times, sein Album Quartetset/Quiet Time, eingespielt vom Cassatt Quartet, „trennt die Gegenwart von der Vergangenheit und bewirkt, dass der Zuhörer an die Musik selbst denkt“.

Currier hat viele renommierte Auszeichnungen erhalten, wie den Berlin-Preis, den Rom-Preis, ein Guggenheim-Stipendium, ein Stipendium vom National Endowment for the Arts und den Preis der American Academy of Arts and Letters, dazu nahm er Residencies an den MacDowell- und Yaddo-Künstlerkolonien wahr. Er hat einen Doctor-of-Musical-Arts Abschluss an der Juilliard School erworben und unterrichtete von 1999 bis 2007 an der Columbia University.

Die Werke von Sebastian Currier erscheinen im Verlag Boosey & Hawkes.

November 2011
(Übersetzung: Howard Weiner)

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