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KOMPONIST IM PORTRÄT

Karl Jenkins

 b.17 February 1944, Penclawdd, WalesKarl Jenkins © Eric Richmond/ArenaPAL

Biographie


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Jüngst veröffentlichte Statisktiken zeigen, daß Karl Jenkins mittlerweise der weltweit meistaufgeführte lebende Komponist ist. Allein seine Friedensmesse The Armed Man wurde rund 1000 mal in 20 verschiedenen Ländern aufgeführt. Die CD-Publikationen des Komponisten erzielten bislang 17 Auszeichnungen in Gold und Platin...

Karl Jenkins wurde in Wales geboren und besuchte die Gowerton Grammar School, bevor er an der University of Wales in Cardiff studierte und anschließend ein Postgraduate-Studium an der Royal Academy of Music in London absolvierte.

Jenkins trat zunächst als Jazzmusiker hervor. Bei vielen der damals häufigen Jazz-Umfragen landete er auf Platz Eins. Er spielte im berühmten Londoner Ronnie Scott’s Jazz Club und wurde Mitgründer des Ensembles Nucleus, das den ersten Platz beim Montreux Jazzfestival gewann und beim Newport Jazz Festival auf Rhode Island auftrat.

In der Folgezeit spielte Jenkins mit einer der einflussreichsten Bands in den Siebzigern, Soft Machine. Die „Softs“ durchliefen viele Wandlungen und entzogen sich den gängigen Kategorien. Sie traten an so unterschiedlichen Orten wie der Carnegie Hall, den BBC Proms in der Royal Albert Hall und dem Reading Festival auf.

Jenkins steuerte auch die Musik zu zahlreichen Werbekampagnen bei, was ihm unter anderem zweimal den D&AD Award für die beste Musik, den „Creative Circle Gold“ und einige „Clios“ (New York) und „Golden Lions“ (Cannes) einbrachte. Er schrieb für Firmen wie Levi’s, British Airways, Renault, Volvo, C&G, Tag Heuer, Pepsi sowie für amerikanische und weltweite Werbekampagnen von De Beers und Delta Airlines. Für seine Musik zu den Dokumentarfilmen „The Celts“ und „Testament“ erhielt er BAFTA-Auszeichnungen (British Academy of Film and Television Arts).

Mit dem erfolgreichen Projekt Adiemus meldete sich Jenkins, nachdem er einige Zeit für die Medien komponiert hatte, wieder im Mainstream des Musikgeschäfts zurück. Mit einer unverkennbaren Mischung ethnischer Stimmklänge, Perkussion und einer erfundenen Sprache brachte es Adiemus bald an die Spitze der Klassik- und Popcharts auf der ganzen Welt.

Zu Jenkins’ weitere Werken zählen das Harfenkonzert Over The Stone, ein Auftragswerk des Prince of Wales für die Königliche Harfenistin Catrin Finch; Ein Euphonium-Konzert für David Childs; die Sinfonia concertante Quirk, die vom London Symphony Orchestra in Auftrag gegeben und unter Leitung von Sir Colin Davis im Rahmen der Jubiläumssaison zum hundertjährigen Bestehen im Jahr 2005 uraufgeführt wurde; Tlep, ein auf kasachischen Themen beruhendes Werk für den Geigenvirtuosen Marat Bisengaliev; sowie In These Stones Horizons Sing für Bryn Terfel, Catrin Finch und das Welsh National Orchestra, dessen Uraufführung bei einer königlichen Gala anlässlich der Eröffnung des Welsh Millennium Centre unter Anwesenheit der britischen Königin erfolgte. Sarikiz, ein Violinkonzert für Marat Bisengaliev, wurde im Januar 2009 im New Yorker Lincoln Center uraufgeführt.

Im Sommer 2005 schrieb Jenkins die Musik zu dem Spielfilm River Queen mit Kiefer Sutherland und Samantha Morton. Der Soundtrack gewann den Golden Goblet für die beste Filmmusik beim Shanghai Film Festival.

Unter den neueren Einspielungen von Jenkins’ Werken sind das Requiem zu nennen, Kiri Sings Karl mit Dame Kiri Te Kanawa, This Land Of Ours, eine musikalische Feier walisischer Kultur mit der Cory Band (den Siegern der British Open 2007) und dem Männerchor „Only Men Aloud“, sowie dem Weihnachtsalbum Stella Natalis. 2008 erschien Stabat Mater, noch vor der Premiere in der Liverpool Cathedral am 15. März; im Oktober desselben Jahres kam Quirk heraus, eine Zusammenstellung mehrerer Konzerte, darunter das für Evelyn Glennie geschriebene La Folia.

Karl Jenkins war in der BBC-Hörfunksendung „Desert Island Discs“ zu Gast und wurde von Melvyn Bragg in dessen einflussreiche ITV-Sendung „South Bank Show“ eingeladen.

In die Hall of Fame von Classic FM wurde Jenkins auf dem höchsten Rang eines lebenden Komponisten aufgenommen; noch heute hält Jenkins mit Platz 8 diesen Status. Im Jahr 2006 war er gleichzeitig der vierthöchste britische Komponist.

Jenkins erhielt von der University of Wales den Doktortitel in Musik und wurde sowohl Mitglied als auch Dozent an der Royal Academy of Music, wo ein Saal nach ihm benannt wurde. Er hat Dozenturen und Professuren an der Cardiff University, dem Royal Welsh College of Music and Drama, dem Trinity College Carmarthen und dem Swansea Institute inne. Classic FM verlieh ihm die Auszeichnung „Red f“ für „herausragende Dienste für klassische Musik“.

Zu Jenkins’ Auszeichnungen aus jüngster Zeit zählen ein Ehrendoktor der Musik von der University of Leicester, die Chancellors Medal von der University of Glamorgan und zwei Gastprofessuren, eine vom London College of Musik an der Thames Valley University und eine vom ATriUM in Cardiff. Im November 2009 erhielt er den "Cymru For The World"-Preis, im März 2010 die Hopkins-Medaille der St. David's Society for the State of New York.

Zu seinen jüngsten Vorhaben zählt eine Stiftung zur Förderung junger Talente für den Musikerberuf.

Von der Queen wurde er 2005 im Rahmen der New Year Honours List mit einem OBE und 2010 im Rahmen der Queen's Birthday Honours mit dem CBE für „Dienste für die Musik“ geehrt.

Juni 2010

This biography can be reproduced free of charge in concert programmes with the following credit: Reprinted by kind permission of Boosey & Hawkes

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