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KOMPONIST IM PORTRÄT

John Adams

 b.15 February 1947, Worcester, MassachusettsPhoto credit: Margaretta Mitchell

Biographie


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kurze Biographie:

Der Komponist, Dirigent und kreative Denker John Adams (* 1947) ist eine herausragende Figur in der amerikanischen Musikszene. Seine Opern und Orchesterwerke zeichnen sich in der klassischen Musik unserer Zeit durch ihre Ausdruckstiefe, brillante Klangwelt und ihre zutiefst menschlichen Themen aus.

Werke aus drei Jahrzehnten von Adams‘ Schaffen sind in das Repertoire eingegangen und gehören zu den meistaufgeführten zeitgenössischen Musikstücken, darunter Harmonielehre, Shaker Loops, sein Violinkonzert, Chamber Symphony, Doctor Atomic Symphony und Short Ride in a Fast Machine.

Seine Bühnenwerke, alle in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Peter Sellars, umfassen Nixon in China, The Death of Klinghoffer, El Niño, Doctor Atomic, A Flowering Tree und das Passionoratorium The Gospel According to the Other Mary. Sein großformatiges Chorwerk On the Transmigration of Souls, in Auftrag gegeben vom New York Philharmonic anlässlich des ersten Gedenktages der Anschläge von 9/11, erhielt 2003 den Pulitzer Preis für Musik. Sein Violinkonzert wurde 1993 mit dem Grawemeyer Award ausgezeichnet. Aufführungsstatistiken, etwa von der League of American Orchestras, weisen Adams regelmäßig als den meistaufgeführten lebenden amerikanischen Komponisten von Orchesterwerken aus.

John Adams erhielt die Ehrendoktorwürden der Universitäten von Juilliard, Yale, Harvard, Northwestern und der englischen Cambridge University in England. Neben zahlreichen weiteren Ehrungen verlieh ihm der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger einen Preis für die herausragende künstlerische Arbeit in seiner Wahlheimat Kalifornien. Adams ist Mitglied der American Academy of Arts and Letters, wurde mit den NEA Opera Honors und dem Nemmers Prize für Komposition ausgezeichnet und gewann mehrmals den Grammy. In Frankreich wurde er zum Chevalier de l‘ ordre des Arts et des Lettres ernannt.

Zu den jüngsten Werken zählen Absolute Jest für Streichquartett und Orchester, das auf Fragmenten von Beethovens späten Quartetten basiert und von der San Francisco Symphony zu ihrer Hundertjahrfeier in Auftrag gegeben wurde, sein Saxofonkonzert für den international renommierten Saxofonisten Timothy McAllister, und Scheherazade.2, seine dramatische Sinfonie für Violine und Orchester, geschrieben für Leila Josefowicz.

Als Dirigent arbeitet John Adams mit den bedeutendsten Orchestern der Welt. Hierbei programmiert er eigene Werke mit einer großen Bandbreite des Repertoires, von Beethoven und Mozart bis Ives, Carter, Zappa, Glass und Ellington. Aktuell hält er die Position des „Creative Chair" beim Los Angeles Philharmonic inne.

"[John Adams] ist wohl der vitalste und eloquenteste Komponist Amerikas" (The New Yorker).

Februar 2016


Lange Biografie:

Der Komponist, Dirigent und kreative Denker John Adams (* 1947) ist eine herausragende Figur in der amerikanischen Musikszene. Seine Opern und Orchesterwerke zeichnen sich in der klassischen Musik unserer Zeit durch ihre Ausdruckstiefe, brillante Klangwelt und ihre zutiefst menschlichen Themen aus. In den vergangenen 25 Jahren spielte Adams‘ Musik eine zentrale Rolle in der Ausrichtung der zeitgenössischen Musikästhetik – fort von einem akademischen Modernismus und hin zu einer expansiven, expressiven, charakteristisch US-amerikanischen Klangsprache.

Geboren und aufgewachsen in Neuengland, wurde Adams von seinem Vater auf der Klarinette unterrichtet und spielte in seiner Jugend in Marching Bands und Amateurorchestern. Er begann mit zehn Jahren zu komponieren und erlebte erste Aufführungen seiner Orchesterstücke noch als Teenager. Die geistigen und künstlerischen Traditionen Neuenglands, einschließlich seines Studiums an der Harvard University und den Konzertbesuchen des Boston Symphony Orchestra, halfen bei der Ausformung seiner künstlerischen und intellektuellen Persönlichkeit. Nach zwei Abschlüssen an der Harvard University zog er 1971 nach Nordkalifornien, wo er seitdem in der San Francisco Bay Area lebt.

Adams unterrichtete für zehn Jahre am San Francisco Conservatory of Music, bevor er 1982–85 Composer-in-residence der San Francisco Symphony wurde und dort die höchst erfolgreiche und vieldiskutierte Serie „New and Unusual Music" aus der Taufe hob. Verschiedene bedeutende Orchesterwerke von Adams entstanden für die San Francisco Symphony, darunter Harmonium (1980–81), Grand Pianola Music (1982), Harmonielehre (1984–85), My Father Knew Charles Ives (2003) und Absolute Jest (2012).

1985 begann Adams die Zusammenarbeit mit der Dichterin Alice Goodman und dem Regisseur Peter Sellars, aus der zwei Opern hervorgingen: Nixon in China und The Death of Klinghoffer. Weltweit aufgeführt, gehören die beiden Werke zu den meistaufgeführten Opern der jüngsten Geschichte.

Fünf weitere Bühnenwerke mit Sellars folgten: I Was Looking At The Ceiling And Then I Saw The Sky, ein „Singspiel" auf ein Libretto der Dichterin June Jordan (1995), El Niño (2000), eine mehrsprachige Neuerzählung der Weihnachsgeschichte, Doctor Atomic (2005), über das Leben Robert Oppenheimers in den Tagen vor dem ersten Atombombentest, A Flowering Tree, inspiriert von Mozarts Zauberflöte und 2006 in Wien uraufgeführt, sowie das Passionsoratorium The Gospel According to the Other Mary (2012). Unter Gustavo Dudamel ging The Gospel According to the Other Mary mit dem Los Angeles Philharmonic 2013 auf Tournee in Europa und New York City; die English National Opera brachte 2014 eine szenische Version in Koproduktion mit der Oper Bonn heraus. Die konzertante deutsche Erstaufführung findet im Mai 2016 in der Kölner Philharmonie statt.

Andere wichtige Werke von John Adams gingen in das Repertoire von Orchestern, Chören und Ensembles ein, darunter Shaker Loops für Streicher, The Dharma at Big Sur (ein Konzert für E-Violine, inspiriert von den Schriften Jack Kerouacs), Doctor Atomic Symphony (eine 22-minütige Sinfonie, die auf Material der Oper basiert), sein Violinkonzert, Chamber Symphony und Son of Chamber Symphony (von Mark Morris in der Choreografie Joyride verwendet).

Zu den jüngsten Werken zählen Absolute Jest für Streichquartett und Orchester, das auf Fragmenten von Beethovens späten Quartetten basiert und von der San Francisco Symphony zu ihrer Hundertjahrfeier in Auftrag gegeben wurde, sein Saxofonkonzert für den international renommierten Saxofonisten Timothy McAllister, und Scheherazade.2, seine dramatische Sinfonie für Violine und Orchester, geschrieben für Leila Josefowicz.

John Adams erhielt die Ehrendoktorwürden der Universitäten von Juilliard, Yale, Harvard, Northwestern und der englischen Cambridge University in England. Neben zahlreichen weiteren Ehrungen verlieh ihm der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger einen Preis für die herausragende künstlerische Arbeit in seiner Wahlheimat Kalifornien. Adams ist Mitglied der American Academy of Arts and Letters, wurde mit den NEA Opera Honors und dem Nemmers Prize für Komposition ausgezeichnet und gewann mehrmals den Grammy. In Frankreich wurde er zum Chevalier de l‘ ordre des Arts et des Lettres ernannt.

Sein großformatiges Chorwerk On the Transmigration of Souls, in Auftrag gegeben vom New York Philharmonic anlässlich des ersten Gedenktages der Anschläge von 9/11, erhielt 2003 den Pulitzer Preis für Musik. Sein Violinkonzert wurde 1993 mit dem Grawemeyer Award ausgezeichnet.

Als Dirigent arbeitet John Adams mit den bedeutendsten Orchestern der Welt. Hierbei programmiert er eigene Werke mit einer großen Bandbreite des Repertoires, von Beethoven und Mozart bis Ives, Carter, Zappa, Glass und Ellington.

Er stand u. a. am Pult der New York Philharmonic, Los Angeles Philharmonic, San Francisco Symphony, des Cleveland Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Toronto Symphony Orchestra, Atlanta Symphony Orchestra, Pittsburgh Symphony Orchestra, des Royal Concertgebouw Orchestra und BBC Symphony Orchestra sowie des Orquesta Nacional de España in Madrid.

Aktuell hält er die Position des „Creative Chair" beim Los Angeles Philharmonic inne.

Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Komponist und Dirigent ist John Adams auch ein gefragter und meinungsstarker Autor. Regelmäßig schreibt er für die New York Times Book Review und veröffentlichte auch im New Yorker und der Londoner Times. John Adams‘ vielbeachtetes Buch über das amerikanische Musikleben mit dem Titel Hallelujah Junction gewann den Northern California Book Award und wurde von der New York Times als eines der „bemerkenswertesten Bücher des Jahres" bezeichet.

Die offizielle Website von John Adams ist www.earbox.com.

Februar2016

 



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