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KOMPONIST IM PORTRÄT

Nicholas Maw

 1935 - 2009Nicholas Maw Photo © Maurice Foxall

Schlaglicht


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Nicholas Maw war einer der führenden britischen Komponisten für Orchestermusik im Großbritannien der Nachkriegszeit und eine zentrale Figur in der neoromantischen Revivalbewegung * Studierte an der Royal Academy of Music in London bei Lennox Berkeley und Paul Steinitz sowie in Paris bei Nadia Boulanger und Max Deutsch * Durchbruch 1962 mit Scenes and Arias, uraufgeführt bei den BBC Proms * Besonders gelobt wurden die Lyrik und Ausdruckskraft des Werkes, was ihn zur Komposition von zwei Opern anspornte, One Man Show (1964) und The Rising of the Moon (1967-70), eine Auftragsarbeit des Glyndebourne Festivals * Zu Nicholas Maws zyklischen Werken zählen Life Studies (1973/76) für Streicher und Personae (1973-86) für Klavier * Verbindet in seiner Musik Wiener Opulenz und erweiterte Tonalität mit französischer Raffinesse und Farbigkeit * Wesentliche Einflüsse aus der Romantik: Brahms, Bruckner und Strauss * Teilte seit 1984 seinen Aufenthaltsort zwischen Großbritannien und den USA, wo er in Washington D.C. lebte * Wichtige Werke sind das abendfüllende Konzertstück Odyssey (1973-87), ein Violinkonzert (1993) für Joshua Bell und die Oper Sophie's Choice (2002)

Zu den Werken von Nicholas Maw zählen:
Scenes and Arias (1962, rev.1966) für Sopran, Mezzosopran, Alt und Orchester
The Rising of the Moon (1967-70) Oper in drei Akten
Life Studies (1973/76) 8 Studien für 15 Solostreicher
La Vita Nuova (1979) für Sopran und Kammerensemble

Maws Werke nach 1980 sind erschienen bei Faber Music.



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