Eugen d’Albert war ein gefeierter Meisterpianist (Schüler von Sullivan und Pauer in London, später auch von Liszt) und befreundet mit zahlreichen bedeutenden Zeitgenossen aus Musik, bildender Kunst und Dichtung * obwohl in Glasgow geboren, fühlte sich d’Albert immer als Deutscher * mit der Zeit rückt das Komponieren in den Mittelpunkt, vor allem das Lied (58 Klavierlieder) und die Oper (21 Opern zwischen 1893 und 1932); doch schrieb er auch zwei Klavierkonzerte und eine Sinfonie * frühe Erfolge mit dem tragischen Einakter Kain sowie mit Tiefland(einer der wenigen deutschen Verismo-Opern, wenngleich auf einer portugiesischen Vorlage basierend) und Die Toten Augen* d’Alberts Opern weisen eine romantische Vielfalt der Stile auf und haben das zeitgenössische Publikum durch die zupackende, sinnliche Art der dramatischen Effekte wie die Bühnenwerke kaum eines anderen Komponisten fasziniert * Hinwendung zur komischen Oper, z.B. Flauto solo(über den Flöte spielenden König Friedrich den Großen)