Nachrichten zu den Komponisten bei Boosey & Hawkes
KOMPONIST IM PORTRÄT

Jaromír Weinberger

 1896 - 1967Weinberger photo © Boosey & Hawkes archive

Schlaglicht


English    Deutsch    


In Jaromír Weinbergers Musik verbinden sich Melodie und musikantischer Rhythmus aus Böhmen mit geistreich konstruiertem Orchestersatz - und das alles im instrumentalen Gewand der Roaring Twenties. So kam es zu einem einzigartigen Sensationserfolg: Weinbergers Švanda dudák war 1930 die meistgespielte Oper auf deutschsprachigen Musikbühnen (und davon gab es damals mehr als hundert!). Unter dem deutschen Titel Schwanda, der Dudelsackpfeifer wurde das Werk populärer als in seiner tschechischen Originalfassung, die 1927 in Prag weniger Beachtung gefunden hatte. Das lag auch an der deutschen Textfassung von Max Brod, dem Freund Franz Kafkas und Mitarbeiter Leoš Janáceks. Sogar an der Met und in Covent Garden spielte man Švanda damals auf Deutsch und das auch noch viele Jahre. In Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei verschwand die Oper aber dann von den Spielplänen, denn Weinberger war Jude. An der Wiener Staatsoper hatte er 1937 noch seinen Wallenstein herausbringen können, im amerikanischen Exil gelangen ihm dann keine großen Erfolge mehr. Nur die Orchestervariationen Under the Spreading Chestnut Tree wurden, von John Barbirolli dirigiert, in der New Yorker Carnegie Hall mit großem Applaus aufgenommen.

Werkauswahl Jaromír Weinberger:
Schwanda, der Dudelsackpfeifer (1927) Oper
Die geliebte Stimme (1930) Oper
Wallenstein (1937) Oper
Under the Spreading Chestnut Tree (1939/41) Variationen und Fuge über eine altenglische Weise für Orchester

Ausblick: neue Produktionen von Schwanda in Görlitz und Dresden; Wallenstein konzertant in Wien


Mailinglist

Melden Sie sich an für Updates & Angebote per Mail

ZUR REGISTRIERUNG
Kataloge

Orchester- und Bühnenwerke

Musicals
FAQ | Kontakt/Impressum | Links | Über Uns | Shopverzeichnis | Stellen | AGB | RSS Index