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Enrico Chapela

 b.29 January 1974, Mexico CityPhoto: Enrico Chapela, © Bernd Uhlig

Biography


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Enrico Chapela zählt zu den aufregendsten jungen Talenten der zeitgenössischen Musik aus Lateinamerika. Er erhielt seine Ausbildung am Centro de Investigación y Estudios de la Música (CIEM) seiner Geburtsstadt Mexico City sowie am Associated Board of Royal Schools of Music (UK) und dem Trinity College of London. Im Jahr 2000 begann er zu komponieren, unterstützt durch verschiedene Stipendien, u.a. des National Fund for Arts and Culture (FONCA) und des CIEM. Von 2006-2009 war er als freischaffender Gitarrist und Komponist in Paris tätig, wo er 2008 auch seine Kompositionsstudien an der Universität von St. Denis bei Horacio Vaggione und José Manuel López López mit der Maîtrise abgeschlossen hat. Promotion in Musikwissenschaft an der Universität von St. Denis bei Ivanka Stoianova und José Manuel López López. Seit 2009 lebt er wieder in Mexiko. In seinem Werk konfrontiert und amalgamiert er avantgardistische Techniken mit Einflüssen aus Jazz, Rock und der lateinamerikanischen Tradition.

Chapelas Werke wurden bei nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, etwa beim International Rostrum of Composers der UNESCO, der Mexican Music Tribune oder dem Alexander Zemlinsky Kompositionswettbewerb. Sein bekanntestes Werk bislang ist das mehrfach ausgezeichnete Orchesterstück ínguesu, das die Schlachtrufe der Fans beim Endspiel Mexiko–Brasilien aus dem FIFA Confederations Cup von 1999 als thematisches und rhythmisches Material verwendet und in eine virtuose, rhythmisch und farblich explodierende Partitur übersetzt.

Kompositionsausfträge erhielt Chapela u.a. von den Dresdner Sinfonikern (Konzert für Rock-Trio und Orchester Noctámbulos, 2008) dem Los Angeles Philharmonic für die Neue-Musik-Reihe des Orchesters,„Green Umbrella“ (Li-Po, 2009), dem estnischen NYYD Ensemble zusammen mit dem New Yorker Festival „New Paths in Music“ (Irrational, 2009), dem Berkeley Symphony Orchestra (Private Alleles, 2010),  der Britten Sinfonia zusammen mit der Londoner Wigmore Hall (Nanobots, 2011). Zuletzt entstand das E-Cello-Konzert Magnetar für den Solisten Johannes Moser im gemeinsamen Auftrag von Los Angeles Philharmonic, City of Birmingham Symphony Orchestra und dem Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo.

Zu den Interpreten von Chapelas Werken gehören darüber hinaus das Philharmonic Orchestra of the Americas, das Seoul Philharmonic Orcehstra, das Chicago Symphony Orchestra, die Percussion Group Cincinnati, Anacrusax, das Cosmos Saxophone Quartet, das Arditti String Quartet, das Carpentier String Quartet, Cuarteto Latinoamericano, EntreQuatre Guitar Quartet, und Dirigenten wie Olari Elts, Esa-Pekka Salonen, Gustavo Dudamel, Clark Rundell, Stefan Asbury, Joana Carneiro, Alondra de la Parra und Marin Alsop. Seine Musik wurde bereits in über 40 Ländern weltweit ausgestrahlt. 2010/11 war er Stipendiat der John Simon Guggenheim Memorial Foundation; für 2010-13 wurde er zum Mitglied des National System of Art Creators (FONCA) Mexico gewählt.

November 2011

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