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Medea, die zauberkundige und grausam betrogene, aus der Fremde eingewanderte Königstochter, deren urgewaltiger Rachdurst nicht einmal vor ihren leiblichen Kindern halt macht, gehört zu den bekanntesten und künstlerisch am meisten gedeuteten Gestalten den antiken Sage.

Und Luigi Cherubinis Médée ist und bleibt wohl die bekannteste Opernversion des Stoffes. In der von Heiko Cullmann herausgegebenen Originalgestalt ist Médée eines der zentralen Werke der Cherubini-Edition, die seit 2005 bei Simrock / Boosey & Hawkes erscheint.

Gleich drei Neuproduktionen erlebt Médée in der Spielzeit 2017/18. Alle zeigen die originale Fassung mit gesprochenen Dia­logen – ein Theaterwechsel sorgte 1797 dafür, dass die Uraufführung nicht, wie vom Librettisten François-Benoît Hoffman eigentlich vorgesehen, als herkömmliche Tragédie lyrique mit Rezitativen, sondern als Opéra comique herauskam. (Beide Varianten stehen für Aufführungen zur Verfügung, seit Alte-Musik-Spezialist Alan Curtis vor wenigen Jahren die Rezitative im Stil Cherubinis nachkomponierte.)

Als erstes zeigt ab 11.11.2017 Intendant Guy Montavon seine neue, von Samuel Bächli musikalisch geleitete Inszenierung am Theater Erfurt, eine Koproduktion mit der Opéra de Nice und dem Landestheater Linz. Am 03.12.2017 hat Médée dann an der Stuttgarter Staatsoper Premiere in der Regie von Peter Konwitschny, dirigiert von Alejo Pérez – zur Aufführung kommt hier die neue deutsche Übersetzung von Bettina Bartz und Werner Hintze, während in Erfurt französisch gesungen wird. Im Mai 2018 zeigt dann Rouen die Inszenierung, die Jean-Yves Ruf 2016 erstmals für die Oper von Dijon erarbeitet hat.

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Gänzlich Cherubinis Titelgestalt ist auch der Band Medea – Poetin der Graumsakeit gewidmet, der gerade bei Boosey & Hawkes in Vorbereitung ist (ISBN 978-3-7931-4199-0). Autor Günter Ned verdeutlicht anhand der Opéra-comique-Fassung mit ihrer spektakulären Konfrontation von Musik und gesprochenen Dialogen Cherubinis Position als modern inspirierter Opernkomponist. Die Studie ist sich zugleich ein Beitrag zur Grausamkeit als ästhetischer Kategorie.

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