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Photo:Suzanne Schwiertz
Opernhaus Zürich 2005 (FP), Michael Sturminger dir.

Gruber, HK

Der Herr Nordwind (2003-05)

Dauer: 120 Minuten
opera in 2 parts

Libretto von H.C. Artmann (dt.)

Besetzung
Main roles: S,2M,2T,Bar; Minor roles: hT,B,actor,male quartet(2T,Bar,B),children's trio(S,M,A),4actors 2(II=picc).2(II=corA).2(II=bcl).asax(=ssax).tsax(=ssax).2(II=dbn)-2.2.2.1-timp.perc(3):drum kit/glsp/marimba-harp-pft-strings (minimum 10.8.6.4.2) .
Abkürzungsverzeichnis (PDF).


Vertriebsgebiet
Dieses Werk ist erhältlich bei Boosey & Hawkes für Aufführungen in der ganzen Welt.



Uraufführung
6/12/2005
Opernhaus, Zürich
Michael Sturminger, Regisseur
Dirigent: HK Gruber
Ensemble: Opernhaus Zürich

Rollen

GEPPONE, ein armer BauerTenor
ANNA, seine FrauSopran
DER HERR NORDWINDBariton
HOLLA, seine Frau, Göttin des NordensMezzosopran
PRIOR des KlostersMezzosopran
HAUSHÄLTERIN des KlostersTenor
BISCHOFBaß
DER KAPLAN, ein armer Priesterhoher Tenor
SprecherSchauspieler
Die Bürger des OrtesMännerstimmenquartett (2T,Bar,B)
Geppones und Annas drei KinderKinderstimmentrio (S,M,A)
Baseballspieler4 Schauspieler


Zusammenfassung
Geppone, ein armer Bauer, und seine Frau Anna verdienen mühsam ihren Lebensunterhalt, doch jedes Jahr bläst der Herr Nordwind so scharf, daß die Ernte verdirbt. Er beschließt, Herrn Nordwind in seinem Eisschloß zu besuchen. Dort wird er von dessen Frau Holla empfangen, die ihm ein Bett für die Nacht bereitet. Gegen Morgen kehrt Herr Nordwind in stürmischer Laune heim. Geppone bittet ihn, aufzuhören zu wehen, da seine Familie hungere, doch Herr Nordwind lehnt ab: Gott selbst habe ihm die Aufgabe erteilt. Stattdessen gibt er Geppone eine silberne Zauberdose, die ihn immer, wenn er sie öffnet, mit dem nötigen Essen versorgen wird. Geppone verspricht, daß er und seine Frau niemandem von dem Geheimnis verraten werden. Er geht nach Hause, und die Silberdose zaubert so viel Essen hervor, wie seine Familie nur verspeisen kann. Die Köchin des nahegelegenen Klosters kommt vorbei und erkundigt sich nach der Herkunft der köstlichen Speisen. Anna verrät ihr das Geheimnis, und der Prior des Klosters fordert Geppone auf, ihm die Dose zu geben, andernfalls drohe ihm ewiges Verderben. Geppone gibt traurig nach und begibt sich abermals auf die Reise zu Herrn Nordwind, der über den Verlust der Dose in Zorn ausbricht. Er bläst Geppone, diesmal mit einer Golddose beladen, wieder nach Hause. Abermals erzwingt der Prior die Herausgabe und bereitet ein gewaltiges Fest für den Bischof und die Bürger des Ortes vor. Doch als die Dose geöffnet wird, springt eine Gruppe Baseballspieler heraus und macht sich daran, die Gäste zu verprügeln. Die Köchin holt Geppone, dem es gelingt, die Dose zu verschließen, worauf die sportlichen Prügelknaben sofort wieder verschwinden. Da treffen Herr Nordwind und Holla ein. Mit einem gewaltigen Windstoß wird die Gesellschaft vertrieben. Zurück bleiben nur Geppone und seine Familie, die sich fragen, wo das Leben sie als Nächstes hinwehen wird.


Pressestimmen
"Ein pralles, vitales Stück Musiktheater."
Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Ja, das ist eine Möglichkeit, zeitgenössische Oper zu machen."
Neue Zürcher Zeitung


Stimmung
heiter, dramatisch, poetisch


Themen
Zauberei/Geheimnis, Mythologie, Gesellschaft





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