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Glanert, DetlevJoseph Süß (Joseph Suess) (1997-1999) 105'
Opera in thirteen scenes

Music Text      English
Libretto von Werner Fritsch und Uta Ackermann; englisch Übersetzung von Lisa J. Coppack (dt., engl.)

Orchesterbesetzung
S,colS,M,T,highBar,Bar,speaking role; mixed chorus; 1(=picc).2.corA.0.bcl.1.dbn-0.2(=picctpt).2.1-timp.perc(3):I=5tom-t/SD/anvil/t.bells/vib/tgl/whip/wdbl; II=plate gong/tam-t)lg)/watergong/chin.cym/susp.cym/anvil/SD/vib/whip/tamb/crot/wdbl; III=BD/whip/glass chimes/SD/crot/gong in lo Eb/wood dr/hammer/wdbl-harp-pft-cel-hpd(ampl)-elec.org-strings(6.0.6.4.4)-tape.
Abkürzungsverzeichnis (PDF).

Vertriebsgebiet
Dieses Werk ist erhältlich bei Boosey & Hawkes für Aufführungen in der ganzen Welt.


For full details on this stagework, including synopsis and roles, please visit our Opera section.


World Premiere
10/13/1999
Bremer Theater, Bremen
Tilman Knabe, director / Bremer Theater / Rainer Mühlbach


Pressestimmen      English
"Durch die hochbewußte Stilisierung vor allem nach dem Vorbild barocker Form- und Melodiemodelle, die Glanert mit der Figur der koloraturenseligen Hofsängerin Graziella und durch eine ganze Reihe unverkennbarer Zitate explizit macht, schafft er eine Ebene artifzieller Distanz, die Reflexion erzwingt und das Thema herausführt aus den Regionen wohlfeiler ‘Betroffenheit’. Hinter dem stilistischen Maskenspiel aber rumoren und gewittern die Erschütterungen des modernen Bewußtseins: Das filigrane Lineament der barocken Tongirlanden wird durch eine manisch verhetzte rhythmische Strenge ins Gnadenlose getrieben, brachiale, bisweilen geradezu ordinäre Klangeruptionen verzerren die Stilmasken zu monströsen Fratzen... So entsteht ein Kunst-Tableau, an dem paradigmatisch ablesbar wird, wie Rassismus als Staatsideologie instrumentalisiert wird." (Detlef Brandenburg, Die Deutsche Bühne 12/1999)

"Da gibt es ganz lyrische, kammermusikalisch durchsichtige Passagen neben grell charakteristischen, geschärften Klangballungen; weich melodiöse Gesangslinien neben auf- und nieder-zuckenden Intervalisprüngen oder dem Sprechgesang sich annähernder Figuren... Stilbildend aber ist darüber hinaus Glanerts geistreiches Spielen mit Formen, das Zitieren, das Collagieren, ohne daß darüber die eigene Handschrift zu kurz käme." (Gerhart Asche, Opernwelt 12/1999)




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