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Mit seiner 1757 erschienenen „Anleitung zur Singkunst“ knüpfte Johann Friedrich Agricola an die überaus erfolgreichen Lehrwerke von Johann Joachim Quantz („Versuch einer Anweisung die Flöte traversière zu spielen“, 1752) und Carl Philipp Emanuel Bach („Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen“, 1. Teil 1753) an. Wie diese Autoren gehörte auch der Komponist, Sänger und Publizist Agricola zu jenem Kreis aufgeklärter Musiker am preußischen Hof, die den öffentlichen Diskurs über Fragen der Musik in Berlin prägten. Die „Anleitung zur Singkunst“ stellt im Kern die Übersetzung der „Opinioni de’ cantori antichi e moderni“ des italienischen Kastraten Pier Francesco Tosi aus dem Jahr 1723 dar, doch geht Agricola weit über Tosi hinaus. Den meist sehr knappen Ausführungen des Originals fügt er nicht nur zum Teil weit ausholende Kommentare hinzu, sondern veranschaulicht Tosis Hinweise auch mit einer Vielzahl von Notenbeispielen, die in dieser Ausgabe neu gesetzt und geschlüsselt wurden, um dem Benutzer den Zugang zum Stoff zu erleichtern.

Ein Buch für
- Sänger, die sich über unterschiedlichste Aspekte vokaler Aufführungspraxis in der Mitte des 18. Jahrhunderts informieren möchten,
- Instrumentalisten, die sich von der historischen Idee leiten lassen, dass auch die Instrumentalpraxis stets die Vokalpraxis zu reflektieren hat,
- historisch Interessierte, die sich mit einer spezifischen Seite aufgeklärten Denkens beschäftigen möchten.

Der Herausgeber Thomas Seedorf ist wissenschaftlicher Angestellter an der Universität Freiburg. Zahlreiche Veröffentlichungen u. a. zur Interpretationsgeschichte, zur Musiktheorie und zur Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts. Fachbeirat der Neuausgabe der MGG für den Bereich Vokalsolisten, Herausgeber des MGGprisma-Bandes „Gesang”.


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