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Steve Reich wird 80

(September 2016)

ReichPulseJayBlakesberg.jpg Anfang Oktober wird Steve Reich 80 Jahre alt – das ist vielerorts ein willkommener Anlass, seine Musik zu präsentieren.

Auch in Deutschland sticht in der neuen Saison der Name Steve Reich aus etlichen Spielplänen hervor. Die Wuppertaler Bühnen zeigen ab 17.09.2016 sein Musik­theater Three Tales unter dem Dirigat von Jonathan Stockhammer und in einer szenischen Einrichtung des neuen Opernintendanten Berthold Schneider. Das 2002 zusammen mit der Video-Künstlerin Beryl Korot entstandene, thematisch wie formal bahnbrechende Stück beschreibt in seinen drei Geschichts-Episoden – der Explosion der „Hindenburg", den Atomtests auf dem Bikini-Atoll sowie dem Klon-Schaf Dolly – die Hybris des modernen Fortschrittes. Bislang gastierte das technisch aufwändige Werk nur im Rahmen großer Festivals. In Wuppertal präsentiert erstmals eine städtische Bühne eine eigene Produktion; das Publikum wird Teil der Bühneninstallation.

In Leipzig präsentieren die Musiker des MDR Sinfonieorchesters unter Kristjan Järvi, seit vielen Jahren ein begeisterter Anhänger von Reichs Musik, im Oktober 2016 im Rahmen des Festivals "Regular Crisis" Werke wie City Life, Duet und Variations for Winds, Strings and Keyboards. Ebenfalls im Oktober veranstaltet die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar ein Geburtstags-Festival, und die Schlagzeuggruppe der Münchner Philharmoniker spielt ein reines Reich-Programm. Im Mai 2017 schließlich ist Reichs Musik Teil des Festivals "Maximal minimal" der Elbphilharmonie in Hamburg.

Am 13.11.2016 in der Kölner Philharmonie kommen mit dem Ensemble Modern unter Brad Lubman zwei brandneue, jeweils gut 15-minütige Werke des Jubilars zur deutschen Erstaufführung: Pulse für Bläser, Streicher, Klavier und E-Bass entstand im gemeinsamen Auftrag von KölnMusik und vier weiteren internatio­nalen Organisationen und erlebt seine Uraufführung zwei Wochen zuvor in der New Yorker Carnegie Hall mit ICE und So Percussion unter David Robertson. Runner für 19 Instrumentalisten verdankt sich wiederum einem Gemeinschaftsauftrag, an dem diesmal das Ensemble Modern beteiligt ist; die Uraufführung findet, in tänzerischer Form, am 10.11.2016 beim Londoner Royal Ballet statt, choreographiert von Wayne McGregor.

Das Ensemble Modern unter der musikalischen Leitung von Brad Lubman ist auch an der Neuproduktion einer weiteren Video-Oper des Duos Reich-Korot beteiligt: Ab 16.12.2016 zeigt die Oper Frankfurt im Bockenheimer Depot The Cave. Der Titel bezieht sich auf die Grabhöhle Abrahams. Das 1990–93 entstandene Werk erkundet die Beziehungen zwischen Juden und Muslimen. In miteinander kombinierten, musikalisierten Video-Interviews werden nacheinander Israelis, Palästinensern und Amerikanern immer gleiche Grundsatzfragen zur Bedeutung Abrahams und seiner Nachkommen gestellt. Es entsteht ein Kaleidoskop der Kulturen, Deutungen, Bilder und Klänge.


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(photo © Jay Blakesberg)

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