Schlünz, Annette: Journal n° 2 (Schneeland) (2006/07) 11'
for solo accordion
Composer's Notes
Mein erstes Solostück pensif entstand 1978 für Altblockflöte. In den fast 30 dazwischenliegenden Jahren entstanden ca. 70 Werke, davon nur 9 Solostücke, worunter 3 mit Zuspielband sind und alleine 2 für Tuba, wobei eines dieser Tubasoli mit mehr als 42 Minuten Dauer wiederum die längste meiner Kammermusiken überhaupt ist.
Mit Journal n° 1 (2005) für Blockflöte und Videofilm begann eine sich tagebuchartig fortsetzende Reihe von Solostücken, in denen "Augenblicke" zu "Hörblicken" werden. Die Auseinandersetzung mit einem einzigen Instrument als vielleicht anspruchsvollste in der Komposition durch die absolute Reduktion auf sich selbst, vergleichbar der nackten Konfrontation mit seinem eigenen Ich, wird zu einer besonderen Art von persönlichen Aufzeichnungen, von kompositorischem Tagebuch schreiben sozusagen.
Dabei wird es die verschiedensten Formen geben: bei Journal n° 1 geht die Konzeption der Komposition von einer Behandlung sowohl der Blockflöte als auch des Videos als eigenständige Stimme aus.
Journal n° 2 entstand unter Verwendung eines Textes von Ulrike Draesner (Im Taumel der Trennung ), von welchem Fragmente in der Partitur stehen blieben und auch von der Musikerin artikuliert werden. Der räumlich gedachte Text übersetzt seine Spiralen in die Musik, die sich unter Nutzung der Zahlenproportionen des Gedichtes in die unterschiedlichsten Register drehen, um am Ende atemlos atmend zum Stillstand zu kommen.
Annette Schlünz, 1.9.2007
Abdruckrechte
Dieser Werkkommentar kann in Programmheften unter Nachweis der Autorin kostenlos abgedruckt werden.
for solo accordion
Composer's Notes
Mein erstes Solostück pensif entstand 1978 für Altblockflöte. In den fast 30 dazwischenliegenden Jahren entstanden ca. 70 Werke, davon nur 9 Solostücke, worunter 3 mit Zuspielband sind und alleine 2 für Tuba, wobei eines dieser Tubasoli mit mehr als 42 Minuten Dauer wiederum die längste meiner Kammermusiken überhaupt ist.
Mit Journal n° 1 (2005) für Blockflöte und Videofilm begann eine sich tagebuchartig fortsetzende Reihe von Solostücken, in denen "Augenblicke" zu "Hörblicken" werden. Die Auseinandersetzung mit einem einzigen Instrument als vielleicht anspruchsvollste in der Komposition durch die absolute Reduktion auf sich selbst, vergleichbar der nackten Konfrontation mit seinem eigenen Ich, wird zu einer besonderen Art von persönlichen Aufzeichnungen, von kompositorischem Tagebuch schreiben sozusagen.
Dabei wird es die verschiedensten Formen geben: bei Journal n° 1 geht die Konzeption der Komposition von einer Behandlung sowohl der Blockflöte als auch des Videos als eigenständige Stimme aus.
Journal n° 2 entstand unter Verwendung eines Textes von Ulrike Draesner (Im Taumel der Trennung ), von welchem Fragmente in der Partitur stehen blieben und auch von der Musikerin artikuliert werden. Der räumlich gedachte Text übersetzt seine Spiralen in die Musik, die sich unter Nutzung der Zahlenproportionen des Gedichtes in die unterschiedlichsten Register drehen, um am Ende atemlos atmend zum Stillstand zu kommen.
Annette Schlünz, 1.9.2007
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