Offenbach - Keck: Fantasio (OEK critical edition - in preparation) (1872) 130'
Opéra-comique in three acts
Music Text English
Libretto von Paul de Musset und Charles Nuitter nach der Komödie von Alfred de Musset; neue deutsche Fassung; neue englische Fassung von Richard Duployen (frz., dt., engl.)
Orchesterbesetzung
colS,M(S),4T,Bar,BBar,2B; chorus; 2(II=picc).2.2.2-4.2.3.0-timp.perc-strings .
Abkürzungsverzeichnis (PDF).
Vertriebsgebiet
Dieses Werk ist erhältlich bei Boosey & Hawkes für Aufführungen in der ganzen Welt.

For full details on this stagework, including synopsis and roles, please visit our Opera section.
World premiere incomplete
10/15/2000
Théâtre, Rennes
Vincent Vittoz, director / Choeur de L'Opéra de Rennes / Orchestre de Bretagene / Claude Schnitzler
World Premiere
1/18/1872
Opéra-Comique, Paris
unknown
Über das Werk Français
Mit seiner Opéra-comique Fantasio, die er auf Grundlage des gleichnamigen Stücks von Alfred de Musset komponierte, hat Offenbach ein Meisterwerk geschaffen. Warum erfreut es sich heute nicht des Erfolges, den es verdient? Aus dem ganz einfachen Grund, daß bislang noch keine Ausgabe des Werkes vorlag, die diese Bezeichnung verdient hätte. Lediglich ein Klavierauszug mit Gesang wurde in Frankreich zum Zeitpunkt der Uraufführung im Jahr 1872 veröffentlicht, und mit Ausnahme einer völlig umgearbeiteten, zudem mit einer apokryphen Instrumentation versehenen deutschen Fassung stand bis heute noch nie ein Aufführungsmaterial zur Verfügung.
Seitdem die Offenbach Edition Keck ins Leben gerufen wurde, haben wir geduldig die auf der ganzen Welt verstreuten Autographe zusammengesucht – so fanden sich Manuskriptfragmente versprengt in London und in den Vereinigen Staaten. Die letzte Entdeckung ist erst einige Monate her und umfaßt eine ganze Gruppe von Musiknummern, die im Pariser Archiv der Familie des Komponisten schlummerte. Indem so endlich alle notwendigen Quellen versammelt werden konnten, ist es heute möglich, eine Gesamt-Edition von Fantasio zu präsentieren, die alle drei von Offenbach konzipierten und übrigens stark unterschiedlichen Versionen in ihrer vollständigen Gestalt anbietet: Die Originalfassung mit einem Tenor in der Titelrolle; die für die Mezzosopranistin Célestine Galli-Marié (Georges Bizets erste Carmen) adaptierte Fassung der Pariser Erstaufführung; oder auch die Fassung der Wiener Wiederaufnahme – hier wurde die Titelpartie von neuem für die Sopranistin Marie Geistinger transponiert, Offenbachs österreichische Muse.
Seit dem Jahr 2000 konnten einem Publikum, das sich immer mehr von dem Werk eingenommen zeigte, nach und nach Auszüge dieser wahrhaft meisterlichen Partitur präsentiert werden – seien es die berühmte „Ballade à la lune“, das Duett Elsbeth–Fantasio oder einige wundervolle symphonische Passagen. In Kürze nun wird es möglich sein, endlich das komplette Bühnenstück wiederzuentdecken (eine CD-Produktion bei Opera Rara ist für 2010 geplant), in das Offenbach seine ganze Seele, sein ganzes Genie legen wollte. Denn ist der Komponist nicht selbst jener melancholische Bourgeois, der vom Leben gezwungen wird, sich in einen Schalk zu verwandeln? Genau wie die 1864 komponierten Fées du Rhin zählt Fantasio zu jenen großen Werken, in denen sich Hoffmanns Erzählungen ankündigen. Und es geschah nicht ohne Grund, daß, wie auch im Fall der Fées du Rhin, Offenbach ohne Zögern Musik aus Fantasio in seinem posthumen Hauptwerk wiederverwandte. Für uns ist Fantasio unbestritten unter den ‘ernsten’ Werken eines der reichsten, interessantesten – und vielleicht das vollendetste, das Offenbach zu komponieren vermochte.
Jean-Christophe Keck (Übers. Jens Luckwaldt)
Rezeption English
Offenbachs großer Lebenstraum war die romantische Oper: Weg vom Singspiel, das ihm viel zu leicht fiel, heraus aus der Operette, die er als Weltmeister der leichten Muse beherrschte, in das reinere Reich des Absolut-Musikalischen. Ein Hauch dieser Sehnsucht liegt über der Partitur seines „Fantasio“, von der die Offenbachkenner behaupten, daß sie eine seiner schönsten und feinsten sei. „Fantasio“, dessen Text sich eng an ein Bühnenstück Alfred de Mussets anlehnt, ist Offenbachs entscheidendster Schritt auf dem Weg zu „Hoffmanns Erzählungen“.
Ludwig Berger
Opéra-comique in three acts
Music Text English
Libretto von Paul de Musset und Charles Nuitter nach der Komödie von Alfred de Musset; neue deutsche Fassung; neue englische Fassung von Richard Duployen (frz., dt., engl.)
Orchesterbesetzung
colS,M(S),4T,Bar,BBar,2B; chorus; 2(II=picc).2.2.2-4.2.3.0-timp.perc-strings .
Abkürzungsverzeichnis (PDF).
Vertriebsgebiet
Dieses Werk ist erhältlich bei Boosey & Hawkes für Aufführungen in der ganzen Welt.

For full details on this stagework, including synopsis and roles, please visit our Opera section.
World premiere incomplete
10/15/2000
Théâtre, Rennes
Vincent Vittoz, director / Choeur de L'Opéra de Rennes / Orchestre de Bretagene / Claude Schnitzler
World Premiere
1/18/1872
Opéra-Comique, Paris
unknown
Über das Werk Français
Mit seiner Opéra-comique Fantasio, die er auf Grundlage des gleichnamigen Stücks von Alfred de Musset komponierte, hat Offenbach ein Meisterwerk geschaffen. Warum erfreut es sich heute nicht des Erfolges, den es verdient? Aus dem ganz einfachen Grund, daß bislang noch keine Ausgabe des Werkes vorlag, die diese Bezeichnung verdient hätte. Lediglich ein Klavierauszug mit Gesang wurde in Frankreich zum Zeitpunkt der Uraufführung im Jahr 1872 veröffentlicht, und mit Ausnahme einer völlig umgearbeiteten, zudem mit einer apokryphen Instrumentation versehenen deutschen Fassung stand bis heute noch nie ein Aufführungsmaterial zur Verfügung.
Seitdem die Offenbach Edition Keck ins Leben gerufen wurde, haben wir geduldig die auf der ganzen Welt verstreuten Autographe zusammengesucht – so fanden sich Manuskriptfragmente versprengt in London und in den Vereinigen Staaten. Die letzte Entdeckung ist erst einige Monate her und umfaßt eine ganze Gruppe von Musiknummern, die im Pariser Archiv der Familie des Komponisten schlummerte. Indem so endlich alle notwendigen Quellen versammelt werden konnten, ist es heute möglich, eine Gesamt-Edition von Fantasio zu präsentieren, die alle drei von Offenbach konzipierten und übrigens stark unterschiedlichen Versionen in ihrer vollständigen Gestalt anbietet: Die Originalfassung mit einem Tenor in der Titelrolle; die für die Mezzosopranistin Célestine Galli-Marié (Georges Bizets erste Carmen) adaptierte Fassung der Pariser Erstaufführung; oder auch die Fassung der Wiener Wiederaufnahme – hier wurde die Titelpartie von neuem für die Sopranistin Marie Geistinger transponiert, Offenbachs österreichische Muse.
Seit dem Jahr 2000 konnten einem Publikum, das sich immer mehr von dem Werk eingenommen zeigte, nach und nach Auszüge dieser wahrhaft meisterlichen Partitur präsentiert werden – seien es die berühmte „Ballade à la lune“, das Duett Elsbeth–Fantasio oder einige wundervolle symphonische Passagen. In Kürze nun wird es möglich sein, endlich das komplette Bühnenstück wiederzuentdecken (eine CD-Produktion bei Opera Rara ist für 2010 geplant), in das Offenbach seine ganze Seele, sein ganzes Genie legen wollte. Denn ist der Komponist nicht selbst jener melancholische Bourgeois, der vom Leben gezwungen wird, sich in einen Schalk zu verwandeln? Genau wie die 1864 komponierten Fées du Rhin zählt Fantasio zu jenen großen Werken, in denen sich Hoffmanns Erzählungen ankündigen. Und es geschah nicht ohne Grund, daß, wie auch im Fall der Fées du Rhin, Offenbach ohne Zögern Musik aus Fantasio in seinem posthumen Hauptwerk wiederverwandte. Für uns ist Fantasio unbestritten unter den ‘ernsten’ Werken eines der reichsten, interessantesten – und vielleicht das vollendetste, das Offenbach zu komponieren vermochte.
Jean-Christophe Keck (Übers. Jens Luckwaldt)
Rezeption English
Offenbachs großer Lebenstraum war die romantische Oper: Weg vom Singspiel, das ihm viel zu leicht fiel, heraus aus der Operette, die er als Weltmeister der leichten Muse beherrschte, in das reinere Reich des Absolut-Musikalischen. Ein Hauch dieser Sehnsucht liegt über der Partitur seines „Fantasio“, von der die Offenbachkenner behaupten, daß sie eine seiner schönsten und feinsten sei. „Fantasio“, dessen Text sich eng an ein Bühnenstück Alfred de Mussets anlehnt, ist Offenbachs entscheidendster Schritt auf dem Weg zu „Hoffmanns Erzählungen“.
Ludwig Berger
Mailinglist
Melden Sie sich an für Updates & Angebote per Mail
ZUR REGISTRIERUNG


