Nachrichten zu den Komponisten bei Boosey & Hawkes
KOMPONIST IM PORTRÄT
Dean, BrettKomarov's Fall (2006) 7'
(third part of the orchestral triptych Three Memorials)

Orchesterbesetzung
2.2picc.3.corA.2.Ebcl.bcl.2.dbn-6.3.2.btrbn.1-timp(=whip).perc(5):I=marimba/BD/alu-foil; II=xyl/glsp/5wdbl/3tom-t/crot(2octaves)/alu-foil; III=glsp/1crot/susp.cym/hi-hat/SD/sand paper; IV=vib/tam-t/alu-foil; V=tuned gongs/SD/med chin.cym/thundersheet/alu-foil-2harp-cel-strings .
Abkürzungsverzeichnis (PDF).

Vertriebsgebiet
Dieses Werk ist erhältlich bei Boosey & Hawkes für Aufführungen in der ganzen Welt.

World Premiere
3/16/2006
Philharmonie, Berlin
Berliner Philharmoniker / Simon Rattle


Anmerkungen des Komponisten      English
Komarov’s Fall ist ein Auftragswerk der Berliner Philharmoniker im Rahmen ihres „ad astra“-Projektes, einem Konzert, bei dem mehrere neue Werke zeitgenössischer Komponisten auf dem Programm stehen. Sie wurden eigens als „Asteroiden“ zu den Planeten von Gustav Holst in Auftrag gegeben. Das Werk ist dem Andenken an den sowjetischen Kosmonauten Wladimir Michailowitsch Komarow gewidmet, der 1967 starb, als er im Jahr 1967 mit seiner Sojus I wieder in die Erdatmosphäre eintrat. So wurde er der erste Mensch, der im All ums Leben kam, und stellt damit ein signifikantes Opfer der politischen Machenschaften in den 60er Jahren dar, die in dem Wettlauf im All ihren Ausdruck fanden.

Nach Komarows Tod kam ans Licht, dass das Sojus-I-Projekt von Anfang an mit Problemen behaftet und das Raumfahrzeug für bemannte Flüge nicht wirklich bereit war. Doch die Einwände der Ingenieure wurden auf politischen Druck hin übergangen: Der großartige Weltraumflug musste zum Jahrestag von Lenins Geburtstag stattfinden.

Als ich die Arbeit an diesem Auftragswerk begann, wurde zunächst die unheimliche, einsame Schönheit der Aufnahmen von Meßsignalen aus dem Weltraum zur klanglichen Inspiration für meinen „Asteroiden“. Doch erst meine zufällige Entdeckung einer lebhaften Archivaufnahme von Komarows letzten, verzweifelten Diskussionen von seinem Raumschiff aus mit dem Kontrollzentrum verlieh dem Werk seine eindringliche Dramatik, vor allem in den durchgängig hörbaren zerrissenen Sechzehntelrhythmen, die erstmals in den Holzblöcken auf den ersten Partiturseiten auftreten. (Hartnäckigen Gerüchten zufolge starb Komarow, während er über die Fehlplanung der Ingenieure und Flugkontrolleure fluchte.)

Man lud Komarows Frau Valentina ein, vom Kontrollzentrum aus zu ihrem Mann zu sprechen, und in einem kurzen lyrischen Abschnitt in der Mitte des Stückes lebt die Vorstellung von ihrem Abschied auf, mitten in Komarows fataler Situation.
 
Der 1971 entdeckte Asteroid „1836 Komarow“ wurde von der International Astronomical Union nach ihm benannt.

© Brett Dean, 2006

Pressestimmen  
"Diese bewegende Musik vereint Zartestes und Zauberisches mit tosenden Ausbrüchen." (Neues Deutschland)

Empfohlene Aufnahme
Berliner Philharmoniker / Sir Simon Rattle
EMI Classics 3 59382 2
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