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KOMPONIST IM PORTRÄT

Einojuhani Rautavaara

 b.9 October 1928, HelsinkiEinojuhani Rautavaara Photo: Maarit Kytoharju/Ondine Records

Biographie


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Einojuhani Rautavaara wurde 1928 in Helsinki geboren und studierte an der dortigen Hochschule bei Oskar Merikanto (1948-52), an der New Yorker Juilliard School bei Vincent Persichetti (1955-56) und in Tanglewood bei Roger Sessions und Aaron Copland (1955). Internationale Aufmerksamkeit erlangte er erstmals 1955, als das neoklassizistische A Requiem in Our Time für Blechbläser und Schlagzeug den Thor-Johnson-Komponistenwettbewerb in Cincinnati gewann. Er studierte serielles Komponieren und integrierte Zwölftontechniken in seine Musik, ohne den ihm eigenen Romantizismus aufzugeben. So mag beispielsweise die Symphonie Nr.3 (1961) serielle Verfahren verwenden, doch ist sie auch ein Tribut an die Symphonien Bruckners, samt Wagnertuben, während Rautavaara mit der Symphonie Nr.4 "Arabescata" (1962) das erste gänzlich serielle finnische Werk schuf.

In den späten 1960er Jahren distanzierte sich Rautavaara vom Serialismus, und sein mystischer Charakterzug rückte in farbenreichen, melodisch ausgreifenden, gleichermaßen zugänglichen wie vielschichtigen Werken stärker in den Vordergrund. Seine Opern kreisten oft um Fragen von Schöpferkraft und Wahnsinn, wie Vincent (1986-87), Aleksis Kivi (1995-96) und Rasputin (2001-03), und seine Symphonien und Konzerte entstanden zunehmend im Auftrag von Orchestern außerhalb seiner Heimat Finland, darunter jüngst die Symphonie Nr.8 "The Journey" (1999) für das Philadelphia Orchestra, ein Harfenkonzert (1999-2000) für das Minnesota Orchestra und ein Klarinettenkonzert (2001-02) für Richard Stoltzman und die National Symphony in Washington.


Für Rautavaaras Musik setzen sich viele der führenden Dirigenten und Solisten unserer Zeit ein, darunter Wolfgang Sawallisch, Osmo Vänskä, Mikko Franck, Marin Alsop, Leonard Slatkin, Leif Segerstam, Elmar Oliveira, Olli Mustonen und Vladimir Ashkenazy. Rautavaaras zukünftige Kompositionen umfassen ein Orchesterwerk für das Belgische Nationalorchester, eine Streichersymphonie für die Juilliard School of Music und ein Cellokonzert für Truls Mörk und das Minnesota Orchestra. Die Finnische Nationaloper bringt am 19. September 2003 in Helsinki Rautavaaras neue Oper Rasputin zur Uraufführung, mit Matti Salminen als Rasputin und Jorma Hynninen als Nikolaus II., unter der Leitung von Mikko Franck.

Juli 2003

This biography can be reproduced free of charge in concert programmes with the following credit: Reprinted by kind permission of Boosey & Hawkes

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