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Franz Schreker

Franz Schreker Photo: © F. Löwy
1878 - 1934

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In den 10er und 20er Jahren des letzten Jahrhunderts galt Franz Schreker als bedeutendster deutschsprachiger Opernkomponist neben Richard Strauss * Der Ferne Klang (1912), Die Gezeichneten (1918) und Der Schatzgräber (1920) wurden auf allen deutschsprachigen Bühnen gegeben * Einfluß der Werke Freuds und Schnitzlers auf seine Operndichtungen, in denen psychologische und tiefenpsychologische Aspekte in den Vordergrund treten * auch als Lehrer eine bedeutende Persönlichkeit; zu seinen Schülern zählen Brand, Goldschmidt, Hába, Krenek, Rathaus und Szpilman * Schrekers dezidiert europäischer Kompositionsstil, in dem sich zeitgenössische französische und italienische Einflüsse mit einem sowohl am späten Wagner als auch an Mahler orientierten Idiom amalgamiert finden, wurde in den 20er Jahren zur Zielscheibe der deutschnationalen, antisemitischen Kritik * die Nationalsozialisten brandmarkten Schreker als "entartet" * nach einer ersten Schreker-Renaissance in den 80er und frühen 90er Jahren werden inzwischen auch unbekanntere Werke Schrekers für die Bühne und das Konzert wiederentdeckt

Werke von Franz Schreker:
Flammen (1901-02) Oper in einem Akt
Symphonie in a-Moll op.1 (1899)
Scherzo (1900) für Streichorchester 
Das Weib des Intaphernes (1933) Melodram für Sprecher und Orchester
Aktuell: Erstausgabe seiner Violinsonate
"... ein genialer Erstling.... ein Einakter von solcher Spannung, Dichte, Fantasie, Tiefe und Eigenständigkeit, daß man jeden Ton verschlingt. Das Vokabular der Klänge ist uns vertraut, die Sprache aber in sich neu und vollkommen unverbraucht." – Volker Hagedorn, DIE ZEIT, über Franz Schrekers Flammen

 
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