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Libretto von Wolfgang Willaschek nach dem Märchen von Wilhelm Hauff (dt.)

Scoring

1(=picc).0.1(=bcl).1-1.0.1.0-perc(1):SD/pedal BD/susp.cym/tam-t(med)/5tom-t/tgl/whip/2wdbl/tamb/glsp/xyl-harp-pft(=cel)-2vln.vla.vlc;
On-stage: whistle/bell

Abbreviations (PDF)

Uraufführung
2/2/2014
Staatsoper, opera stabile, Hamburg
Nicola Panzer, Regisseur
Conductor: Benjamin Gordon
Company: Hamburgische Staatsoper (Opera piccola)

Roles

WILHELM, der Erzähler Sprechrolle
Jakobs VATER lyrischer Bariton
Jakobs MUTTER lyrischer Sopran
Böse Fee KRÄUTERWEIS Mezzosopran (oder Alt)
JAKOB I (etwa 8 Jahre) hohe Knabenstimme
JAKOB II (etwa 14 Jahre) mittlere Knabenstimme
JAKOB III (der Älteste) Tenor
MIMI, die Gans lyrischer Sopran
Fürst Fagott Alt-Knabenstimme
Prinz Posaune Alt-Knabenstimme
Oberküchenmeister Alt-Knabenstimme
Palastaufseher Alt-Knabenstimme
Meerschweinchen junge Kinderstimme
Eichhörnchen junge Kinderstimme
Haselnussmaus junge Kinderstimme
Putztierchen junge Kinderstimme
Küchenjunge junge Kinderstimme
Pastetenmacher junge Kinderstimme
Eine Kundin auf dem Markt Kinderchorsolist (Sopran)
Weibliche und männliche Marktkunden, Köche, Fagöttchen und Posäunchen Kinderchor
Synopsis

Jakob I, II und III spielen ein Computerspiel. Plötzlich tauchen zwei neue Figuren auf: Die Böse Fee Kräuterweis und Wilhelm, der Erzähler spielen mit. Jakob I springt in das Spiel hinein.

Auf dem Markt – Jakob hilft seinen Eltern beim Verkauf ihrer Waren: Die Mutter bietet Gemüse an, der Vater Schuhe.
Eine alte Frau mit sehr langer Nase sucht ein bestimmtes Kraut. Jakob legt sich mit ihr an. Die alte Frau kauft sieben Kohlköpfe, die Jakob ihr nach Hause tragen soll. Obwohl er sich vor ihr fürchtet, muss er auf Drängen seiner Eltern mit ihr gehen.

Im Haus der Bösen Fee Kräuterweis – Die Böse Fee gebietet über verzauberte Tiere, die ihr helfen, eine Suppe zu kochen. Zu den Zutaten gehören die Kohlköpfe, die plötzlich Menschenköpfe sind, sowie ein stark duftendes Kraut. Jakob muss von der Suppe essen und schläft ein. Die Tiere prophezeien ihm, dass er ein berühmter Koch wird, aber ein bestimmtes Kraut niemals finden kann.
Jakob ist nun verzaubert. Er bleibt sieben Jahre als Diener im Haus der Bösen Fee. Die Tiere müssen ihrer Herrin das Brot mit Sonnenstaub zubereiten und ihren Durst mit Rosentau stillen. Nachdem Jakob sich auch in der Putzkolonne bewährt hat, lernt er im 5. Jahr das Kochen. Im 6. Jahr darf er die Pastete Suzeraine zubereiten – die Königin der Bäckerei. Jakob ist nun Meisterkoch und soll nach Hause zurück. Er hat alles gelernt. Nur wie man das Kräutlein Nieselust findet, weiß er nicht. Die Gans Mimi könnte es ihm sagen, aber sie kommt nicht dazu.

Nun ist Jakob II im Spiel.

Zurück auf dem Markt – Jakob freut sich, seine Eltern endlich wiederzusehen. Doch sie erkennen ihn nicht, denn Jakob hat eine riesige Nase. Er wird als hässlicher Zwerg verspottet. Jakob schaut in den Spiegel und erschrickt: Die Böse Fee hat ihm alles angezaubert, was er an ihr so widerwärtig fand. Trotz seiner Verzweiflung will er sein Schicksal in die Hand zu nehmen und als Meisterkoch im Palast des Fürsten Fagott arbeiten.

Im Palast des Fürsten Fagott – Das Palastpersonal ist in großer Aufregung. Der Prinz Posaune kommt zu Besuch und will die Pastete Suzeraine essen. Doch niemand am Hof kann sie zubereiten. Da kommt Jakob als Zwerg Nase gerade recht – denn er kennt ja das Rezept.
Fürst Fagott empfängt seinen wählerischen Gast Prinz Posaune. Der ist zuerst begeistert von der Pastete. Zwerg Nase wird als Meisterkoch gefeiert. Doch dann merkt Prinz Posaune, dass das Kräutlein Nieselust fehlt. Jakob hat 24 Stunden Zeit, um es zu finden, sonst wird es ihm schlecht ergehen.
Zum Glück hilft ihm die Gans Mimi. Sie kennt sich mit Kräutern gut aus, denn sie ist die Tochter des Zauberers Wetterbock und wurde selbst verzaubert.
Das Kraut Nieselust wächst unter eine Kastanie vor dem Palast.
Jakob I und III helfen ihnen, aus dem Palast zu entkommen.

Finale – Wilhelm, der Erzähler führt nun die Fäden zusammen. Jakob ist seines Zwerg-Nase-Daseins lebensmüde. Da findet Mimi endlich das Kraut Nieselust. Jakob riecht daran und wird wieder zurückverwandelt. Statt des Zwergs Nase steht Mimi nun dem groß gewordenen Jakob III gegenüber.
Jakob erlöst die Tiere der Bösen Fee Kräuterweis, die ihre Herrin mit übermäßig viel Sonnenstaub und Rosentau zum Platzen bringen.
Als nächste gute Tat backt Jakob eine neue Suzeraine – diesmal mit dem Kraut Nieselust. Fürst Fagott und Prinz Posaune legen ihren Kräuterkrieg bei und schließen Pastetenfrieden.
Jakob nimmt Mimi mit zum Marktstand seiner Eltern. Nun erkennen ihn sie ihn als ihren vermissten Sohn. Jetzt muss nur noch Mimi entzaubert werden. Mit Hilfe der Tiere gelingt auch das und aus der Gans wird ein junges Mädchen. Und Mimi und Jakob werden ein Paar.

Repertoire Note

Samuel Hogarth schuf dieses abendfüllende Stück 2014 für die Staatsoper Hamburg. In einer Rahmenhandlung verbindet der Librettist Wolfgang Willaschek das Märchen nach Wilhelm Hauff mit der Lebenswirklichkeit von heute. Kinder, Jugendliche und Erwachsene stehen gemeinsam auf der Bühne, wenn Jakob beim Computerspielen von der bösen Fee in Zwerg Nase verwandelt wird. Mit Hilfe der Gans Mimi besteht er viele Abenteuer. "Es gibt so viel Magie in der Geschichte", sagt Samuel Hogarth, "aber es geht auch ums Erwachsenwerden: Jakob ist an einem Tag noch Kind, dann plötzlich muss er seinen eigenen Weg gehen. Meine Musik verleugnet weder meine Jazz-Wurzeln noch meine opernpraktischen Erfahrungen mit Komponisten wie Richard Strauss oder Janácek."

Moods

heiter, poetisch

Subjects

Literatur




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