Boris Blacher ist eine zentrale Gestalt im Berliner Musikleben nach dem Zweiten Weltkrieg * bedeutend als Komponist lebendiger Bühnen- und Orchesterwerke und als Lehrer * typisch für sein Schaffen ist die farbige, von der französischen Musik inspirierte Instrumentation, die Integration von Elementen des Jazz und die respektlose Haltung gegenüber den deutsch-österreichischen Traditionen * Blacher experimentierte mit "variablen Metren", etwa im Klavierkonzert Nr.2, wo serielle Verfahren auf metrische Einheiten angewandt werden * griff bei vielen Bühnenwerken auf klassische Textvorlagen zurück, so auch in den Balletten Hamlet, Lysistrata, Der Mohr von Venedig und Tristan *seine Paganini-Variationen gehören zum Grundrepertoire deutscher Orchester * zu seinen Schülern zählen Giselher Klebe, Gottfried von Einem, Heimo Erbse, Aribert Reimann, Isang Yun und Klaus Huber
"[Blachers Musik ist] die Reaktion eines sensiblen Deutschen nach dem Krieg gegen Pathos, Bombast und übersteigerte Emotinalität... hat etwas von dem erfrischenden Berliner Flair und etwas von dem Humor der Stadt." — Financial Times
Mailinglist
Melden Sie sich an für Updates & Angebote per Mail