
Photo:Günter Dietel
Weimar, 1968, Harry Kupfer dir.
Klebe, Giselher
Jacobowsky und der Oberst (1964-65)
Opera in four acts (six scenes)
Libretto by the composer, adapted from Franz Werfel's play (G)
Besetzung
2S,M,A,3T,4Bar,4B,2speaking roles;
3(III=picc).2.corA.2.bcl.asax.tsax.2.dbn-4.3.3.1-timp.perc(2)-harp-pft-strings;
Off-stage:4picc-mouth org-timp.perc-harp-pft-org-vln.
Abkürzungsverzeichnis (PDF).
Vertriebsgebiet
Dieses Werk ist erhältlich bei Boosey & Hawkes für Aufführungen in der ganzen Welt.
Uraufführung
11/2/1965
Hamburg
Dirigent: Leopold Ludwig
Ensemble: Ensemble der Hamburgischen Staatsoper
Rollen
| JACOBOWSKY | Bariton |
| OBERST STJERBINSKY | Tenor |
| MARIANNE | Sopran |
| SZABUNIEWICZ | Bariton |
| Der tragische Herr | Bariton |
| SALOMON | Baß |
| Die alte Dame aus Arras | Alt |
| Die leichte Person | Sopran |
| Chauffeur | Baß |
| Clairon, Wirt eines Cafés in Saint Jean-de-Luz | Baß |
| Brigadier von Saint Cyrill | Baß |
| Ein Oberleutnant der Deutschen Armee | Tenor |
| Der Würfelspieler | Baß |
| Der Ewige Jude | Tenor |
| Chef d'llot, identisch mit dem Polizei-Commissaire de Seint Jean-de-Luz | Sprechrolle |
| Ein Gestapo-Beamter | Sprechrolle |
| Hotel- und Café-Gäste | 2 Soprane, Alt, Tenor |
Ort und Zeit
Frankreich im Jahre 1940
Zusammenfassung
Frühjahr 1940. In der zum Luftschutzkeller umfunktionierten Waschküche eines Pariser Hotels treffen zwei Männer aufeinander, deren Lebensauffassung und Charaktere nicht anders als gegensätzlich bezeichnet werden können: Jacobowsky, ein polnischer Jude, seit „Ewigkeiten“ auf der Flucht, der sich die Lebensweisheit zu eigen gemacht hat, daß es auch in der ausweglosesten Situation noch „zwei Möglichkeiten“ gebe, und der polnische Oberst Stjerbinsky, auf dessen Ergreifen die Deutschen ein Kopfgeld ausgesetzt haben. Für ihn als Offizier und „richtigen Mann“ zählt nur die Pflicht, und die schließt Alternativen aus. Jacobowsky gelingt das Kunststück, einen Fluchtwagen zu organisieren und stellt ihn dem Oberst zum Transport geheimer Dokumente zur Verfügung. Dieser, als Kavalier so prinzipientreu wie als Offizier, besteht trotz des drohenden Einmarsches der Deutschen allerdings darauf, zuvörderst seine französische Geliebte Marianne abzuholen. Dank der Geistesgegenwart und Gewitztheit Jacobowskys gelingt die Flucht vor den Deutschen.
Marianne ist von Jacobowsky zunehmend fasziniert – Stjerbinskys Selbstbewußtsein befindet sich folgerichtig im Prozeß der Auflösung. An der spanischen Grenze, in St. Jean-de-Luz, endet die Reise. Alle Wege sind abgeschnitten. Auch Jakobowsky weiß zum ersten Mal keinen Rat mehr. Da taucht ein englisches U-Boot auf, das Stjerbinsky nach England bringen soll. Die ungefährdete Marianne – „Mme La France“ – tritt Jacobowsky ihren Platz ab. Sie wird auf ihren Oberst warten, der mit Jacobowsky in die Freiheit fährt.
Stimmung
heiter, dramatisch, poetisch
Themen
Beziehungen, Politik, Gesellschaft, Literatur
Kaufausgaben
| Jacobowsky und der Oberst Op49 | Libretto | > Details |
| Jacobowsky und der Oberst Op49 | (Vocal Score) | > Details |

