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Photo:Alain Kaiser / Opéra national du Rhin
Strasbourg, Opéra national du Rhin, 2003

Offenbach - Keck

La Grande-Duchesse de Gérolstein (OEK critical edition) (1867)

(Die Großherzogin von Gerolstein)
Dauer: 180 Minuten
Opéra-bouffe in three acts (four scenes)

Libretto by Henri Meilhac and Ludovic Halévy; original German version by Julius Hopp; new German version by Stefan Troßbach; new English version by Richard Duployen (F,G,E)

Besetzung
3S,2S(M),M(S),3T,T(Bar),Bar,BBar; chorus; 2(II=picc).1.2.1-2.2.1.0-timp.perc-strings; Viennese orchestration: 2(II=picc).2.2.2-4.2.3.0-timp.perc-strings.
Abkürzungsverzeichnis (PDF).


Vertriebsgebiet
Dieses Werk ist erhältlich bei Boosey & Hawkes für Aufführungen in der ganzen Welt.



Uraufführung
4/12/1867
Théâtre des Variétés, Paris
Ensemble: unknown



Erstaufführung der Fassung
12/5/2003
Opéra, Strasbourg
François De Carpentries, Regisseur
Dirigent: Jérôme Pillement
Ensemble: Opéra national du Rhin

Rollen

DIE GROSSHERZOGINMezzosporan (Wien: Sopran)
WANDA, Fritzens VerlobteSoubrette
FRITZ, GrenadierTenor
Baron PUCK, Hauslehrer der GroßherzoginTenor
PRINZ PAULTenor oder hoher Bariton
General BUMMBariton
Baron GROG, DiplomatBaßbariton
NEPOMUK, Adjutant der GroßherzoginTenor
IZA, OLGA, AMÉLIE und CHARLOTTE, Ehrendamen der Großherzogin2 Soprane, 2 Mezzosporane
Offiziere, Soldaten, Musiker, Tambours, Marketenderinnen, Bäuerinnen, Ehrendamen, Adlige, Pagen, Amtsdiener


Ort und Zeit
Gerolstein, 19. Jahrhundert


Zusammenfassung
Die Großherzogin befördert den Füsilier Fritz zum General, weil sie ihn liebt, und sie degradiert ihn wieder zum Füsilier, weil Fritz seiner Wanda die Treue halten möchte. Diese schlagende Formulierung der Günstlingswirtschaft ließ die Pariser nicht allein an die Tuilerien und ans Winterpalais denken, sondern rief ihnen auch komische Bilder aus deutschen Kleinstaaten ins Gedächtnis zurück... Kurz, die Operette spottet über alles, was zum Spott herausfordert; des Hofklatsches der Zeitungen, des Spuks in Schlössern und der kalten Diplomatenmienen nicht zu vergessen. Entzauberungen, die vorwiegend durch die Musik betrieben werden, diese helle Musik Offenbachs, der es wunderbar gelingt, militärischen Bombast und aufgeplustertes Autokratentum zur Selbstanzeige zu nötigen. Und wem offenbaren sich die Lächerlichkeiten? Sie stellen sich dem behenden Geist des modernen Großstädters dar, der seinen Spaß an ihnen hat. Durchweg wird die Aufgeklärtheit eines gutartigen, zur Vernunft gelangten Volkes gegen das dumpfe Dasein politischer Einrichtungen und Methoden ausgespielt, die als antiquiert und reif zum Abbau erscheinen. Die Großherzogin ist ein waschechtes Pariser Mädchen, das nicht leicht auf einen Schwindel hereinfällt und ihren dämlichen Bewerber, den Prinzen Paul, mit Grazie an der Nase herumführt. Und Fritz, ein Junge vom selben Schlag, bleibt unempfindlich für höfischen Glanz und gewinnt durch seinen Mutterwitz eine Schlacht, die General Bumm verloren hätte.
Siegfried Kracauer


Pressestimmen
"Ein schöner Erfolg für diese Grande-Duchesse, deren hauptsächliches Anliegen es war, die neue integrale und originalgetreue kritische Edition als Weltpremiere vorzustellen. Sie ist Jean-Christophe Keck zu verdanken und enthält – in ursprünglicher Instrumentierung – alle Nummern, die seinerzeit vom Komponisten selbst in Sorge um ein Publikum, das bei der Uraufführung nach einem triumphalen ersten den zweiten und dritten Akt mit eisiger Zurückhaltung aufgenommen hatte, gestrichen worden waren. Man ist überrascht, wie er es fertigbringen konnte, das erstaunliche, den II. Akt beschließende Carillon de ma grand-mère zu opfern – ein wundervolles Ensemble von seltener Schönheit und dramatischer Kraft, genau wie im folgenden Akt die Conjuration des rémouleurs, eine saftige Parodie auf die Conjuration et Bénédiction des poignards aus Meyerbeers Hugenotten. Auch auf die düstere Méditation der Titelheldin über die Erblichkeit von Verbrechen zu verzichten, die so ergreifend den III. Akt eröffnet, heißt, die Figur eine ihrer wichtigsten Facetten zu berauben... Jérôme Pillement unterstreicht das Raffinement und die Effizienz einer Partitur, die allzu oft durch skrupellose Arrangements und routiniertes Dirigat entstellt wird." (Thierry Guyenne, Opéra international 1/2004)


Stimmung
heiter, poetisch


Themen
Geschichte, Beziehungen, Politik, Gesellschaft


Empfohlene Aufnahme
Felicity Lott / Sandrine Piau / Yann Beuron / Franck Leguérinel / Eric Huchet / François Le Roux / Les Musiciens & Choeur des Musiciens du Louvre Grenoble / Marc Minkowski (Théâtre du Châtelet, Paris, Dec 2004, Laurent Pelly dir.)
Virgin Classics 545734 2 (DVD EMI 310239 9)


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Kaufausgaben

La Grande-Duchesse de Gérolstein (OEK) - Vol.1(Vocal Score) (French, German)> Details
La Grande-Duchesse de Gérolstein (OEK) - Vol.1+2(Vocal Score) (French, German)> Details
La Grande-Duchesse de Gérolstein (OEK) - Vol.2(Vocal Score) (French, German)> Details
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