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Photo:Metropolitan Opera / Winnie Klotz
Metropolitan Opera 2001, Temur Chkheidze, dir

Prokofieff, Serge

The Gambler (1915-17, rev.1927-28)

Dauer: 130 Minuten
Opera in four acts and six scenes

Libretto by the composer after the novel by Dostoevsky (R,E,F,G,I)

Besetzung
Major roles: S,M,A,2T,Bar,B; minor roles: 2S,2M,A,Tfalsetto,7T,4Bar,7B,mimes 2.picc.2.corA.2.bcl.2.dbn-4.3.3.1-timp.perc:cyms/BD/t.mil/tgl- 2harp-pft-strings.
Abkürzungsverzeichnis (PDF).


Vertriebsgebiet
Dieses Werk ist erhältlich bei Boosey & Hawkes für Aufführungen in der ganzen Welt.



Uraufführung
4/29/1929
Théâtre Royal de la Monnaie, Brussels
Dirigent: Corneil de Thoran
Ensemble: Theatre de la Monnaie

Rollen

DER GENERAL, ein Armeeoffizier im Ruhestand (55)Baß
PAULINE, seine StieftochterSopran
ALEXEY, Hauslehrer der Kinder des Generals (25)Tenor
'BABULENKA', die reiche Tante des GeneralsMezzosopran
DER MARQUISTenor
MR. ASTLEY, ein reicher EngländerBariton
BLANCHE, eine Halbweltdame (25)Alt
FÜRST NILSKYTenor
BARON WURMERHELM (45)Baß
BARONESS WURMERHELMStumme Rolle
POTAPICH, Babulenkas KammerdienerBariton
DER DIREKTORBaß
DER ERSTE CROUPIERTenor
DER ZWEITE CROUPIERTenor
DER FETTE ENGLÄNDERBaß
DER LANGE ENGLÄNDERBaß
DIE ROSIGE DAMESopran
DIE BLASSE DAMEMezzosopran
DIE RESPEKTABLE ALTE DAMEMezzosopran
DIE ANRÜCHIGE ALTE DAMEAlt
EIN ERHITZTER SPIELERTenor
EIN KRÄNKLICHER SPIELERTenor
EIN BUCKLIGER SPIELERTenor
EIN GLÜCKLOSER SPIELERBariton
EIN ALTER SPIELERBaß
Sechs Spieler2 Tenöre, 2 Baritone, 2 Bässe
Der Oberkellner, der Page, Babulenkas 3 Diener, Spieler, Hotelgäste, Diener, Träger


Ort und Zeit
Die Phantasie-Stadt Roulettenburg, 1865


Zusammenfassung

Eine Gruppe von Spielern hat sich in der deutschen Stadt Roulettenburg einquartiert. Darunter sind auch ein russischer General im Ruhestand, seine Stieftochter Paulina und der Hauslehrer seiner kleinen Kinder, Alexej. Der General schuldet einem französischen Marquis Geld und wird von der intriganten Opportunistin Blanche verfolgt. Beide wissen, daß er eine reiche Erbschaft von einer älteren Tante, Babulenka, erwartet. Alexej verspielt Paulinas Geld in ihrem Auftrag - die beiden verbindet eine komplexe Haßliebe. Sie versucht ihn andauernd zu demütigen, und als er auf ihr Geheiß eine deutsche Baronin beleidigt, entläßt ihn der General wegen seines Fehlverhaltens. Durch einen Engländer erfährt er von den Schulden des Generals und von der Möglichkeit, daß Paulina ebenfalls an Babulenkas Erbe teilhaben könnte, und verdächtigt schließlich den Marquis, Absichten bezüglich Paulina zu hegen. Da trifft unerwartet Babulenka ein. Die alte Dame, alles andere als krank, begibt sich umgehend zu den Roulettetischen, weist den General zurück und nimmt Alexej an ihre Seite. Zum Entsetzen aller verspielt sie fast ihr gesamtes Vermögen und kehrt nach Moskau zurück. Der General bleibt ohne Hoffnung auf Geld zurück. Blanche verläßt ihn zu Gunsten eines anderen russischen Aristokraten und der Marquis beschließt seine Schulden einzufordern. Paulina gesteht Alexej nun, daß sie bereits vom Marquis verführt und betrogen wurde, ihn aber immer noch liebt. Der Marquis hingegen fühlt nichts mehr für sie und hat sein Gewissen beruhigt, indem er ihr einen Teil der Schulden des Generals übertragen hat. Alexej rennt verzweifelt zum Kasino, wo er plötzlich enorme Gewinne einfährt. Diese, zusammen mit seiner Liebe, trägt er Paulina an. Obgleich ihre Versuchung groß ist, empfindet Paulina die Situation nur als eine weitere Demütigung. Sie schleudert ihm das Geld ins Gesicht und verläßt ihn für immer.


Rezeption
Prokofjews Der Spieler kann als Höhepunkt der frühen radikalen und experimentellen Phase des Komponisten angesehen werden. Mit seinen maschinenartigen Ostinati und der fieberhaften Energie bildet das Werk eine vollkommene Entsprechung zu Dostojewskijs Besessenheitsstudie. Das Kasino, ein gewaltiges Symbol unerwarteten Reichtums oder Ruins, tritt im Schlußakt als eigentlicher Hauptdarsteller hervor, indem es die Macht über das Schicksal all derer erlangt, die von den Spieltischen angezogen werden wie Motten vom Feuer. Prokofjew hat das Werk als Reaktion auf den lyrisch-romantischen Stil angelegt und wollte "eine Oper im deklamatorischen Stil" schaffen, in der Kompositionstechnik an die Bühnenwerke von Dargomyschskij und Mussorgskij angelehnt, die musikalische Prosa im natürlichen Rhythmus der Sprache schrieben. Der Spieler bietet einem Opernhaus die Möglichkeit zu einem Ensemble-Schaustück, von den beiden Hauptpartien Alexej und Paulina, die Spitzensolisten verlangen, über eine Reihe von Charakterrollen bis hin zu Gelegenheiten für einzelne Chormitglieder in der Kasinoszene. Auch wird bereits in den ersten Takten die zentrale Rolle des Orchesters deutlich, das die Handlung vorantreibt und das verhängnisvolle Kreisen des Roulettes mit einem irrwitzigen Klangfarbenwirbel untermalt.


Stimmung
heiter, dramatisch


Themen
Ethik, Geschichte, Gesellschaft, Literatur


Empfohlene Aufnahme
Vladimir Galuzin/Liubov Kazarnovskaya/Sergei Alexashkin/Elena Obraztsova/Kirov Opera/Valery Gergiev
Philips 454 559 (2 CDs)

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