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Photo:Stephan Walzl
Gera 2009, Matthias Oldag dir.

Weinberger, Jaromir

Wallenstein (1937)

(Valdstejn)
Dauer: 180 Minuten
Musical tragedy in six scenes

Libretto von Milos Kares nach Schiller; deutsche Übersetzung von Max Brod (tschech., dt.)

Besetzung
2S,5T,Bar,2BBar,3B; chorus; 3.2(II=corA).2(II=bcl).2(II=dbn)-4.3.3.1-timp.perc-harp-strings.
Abkürzungsverzeichnis (PDF).


Vertriebsgebiet
Dieses Werk ist erhältlich bei Boosey & Hawkes für Aufführungen in der ganzen Welt mit Ausnahme der USA.



Uraufführung
11/18/1937
Operntheater, Wien
Dr. Lothar Wallerstein, Regisseur
Dirigent: Wolfgang Martin
Ensemble: Alfred Jerger (Wallenstein) / Fred Destal (Octavio) / Friedrich Ginrod (Max) / Esther Réthy (Thekla)

Rollen

WALLENSTEIN, Herzog von Friedland, kaiserlicher GeneralissimusBariton
THEKLA, Prinzessin von Friedland, seine TochterSopran
OCTAVIO PICCOLOMINI, GeneralleutnantBaßbariton
MAX PICCOLOMINI, sein Sohn, Oberst im Pappenheimschen KürassierregimentTenor
GRAF TERZKY, Wallensteins Schwager, Chef mehrerer RegimenterBaß
GRÄFIN TERZKYSopran
ILLO, Feldmarschall, Wallensteins VertrauterBaßbariton
BUTTLER, Chef eines DragonerregimentsBaß
GRAF QUESTENBERG, kaiserlicher GesandterTenor
WRANGEL, schwedischer OberstBaß
GORDON, Kommandant von EgerTenor
SENI, AstrologTenor
Schwedischer HauptmannTenor
Kammerdiener, Kapuziner, Marketenderin, ein junges Mädchen, Wachtmeister, Kürassier, Jäger, Dragoner
Soldaten, Mädchen, Trompeter, Fahnenträger, Offiziere, Musikanten


Ort und Zeit
Böhmen im Dreißigjährigen Krieg


Zusammenfassung
General Wallenstein, dem seine Armee, eine recht zusammengewürfelte Truppe, ergeben ist, führt eine Verschwörung gegen den Kaiser an. Ein Kapuzinermönch schilt die Soldaten für ein sonntägliches Zechgelage und wütet gegen Wallenstein, dessen Verhandlungen mit den Schweden aufgeflogen sind. Wallenstein, dessen fatale Schwäche in seiner Unentschiedenheit besteht, vertraut seinem Leutnant Octavio Piccolomini und überträgt ihm den Befehl über einen großen Teil seiner Soldaten.

Der Kaiser erklärt Wallenstein zum Verräter und ersetzt ihn durch Piccolomini, der durch eine List von Oberst Buttler, einem Dragonerkommandanten, dazu verleitet worden ist, von Wallensteins Truppe zu desertieren. Piccolominis Sohn Max, der einem Kürassierregiment vorsteht, und Wallensteins Tochter Thekla verlieben sich ineinander, obwohl ihr Vater für sie eine dynastische Hochzeit vorgesehen hat. Max weigert sich, seinem Vater zu folgen, da ihm bewußt ist, daß ihn mehr der Ehrgeiz antreibt und weniger die Kaisertreue.

Als bekannt wird, daß Wallenstein in Ungnade gefallen ist, wechseln einige Regimenter die Seiten. Die Kürassiere, die glauben, daß Wallenstein Max gefangen hält, marschieren auf dessen Hauptquartier los. Max bleibt dem Kaiser treu: Er zieht aus und stirbt später in der Schlacht. Derweil wird Wallenstein bei Eger der Weg abgeschnitten. Buttler, Piccolominis Handlanger, überzeugt den Garnisonskommandanten, daß Wallenstein sterben muß und alle seine Anhänger umgebracht werden müssen. Da trifft Piccolomini selbst mit der Nachricht ein, daß Wallenstein am Leben gelassen werden soll – doch es ist bereits zu spät.


Stimmung
dramatisch, tragisch


Themen
Geschichte, Beziehungen, Politik, Literatur





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