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Photo:Salzburger Festspiele / Ruth Walz
Salzburg 2012, Sven-Eric Bechtolf dir.

Strauss, Richard

Ariadne auf Naxos (1912 version) (1912)

Dauer: 180 Minuten
Opera in one act to be performed after Moliere's play with dance `Burger als Edelmann'

Libretto by Hugo von Hofmannsthal (G,Cz,E,F,I)

Besetzung
Main roles: colS,dramS Subsidiary roles: S,M,hT,2T,Bar,B 2(II=picc).2.2.2-2.1.1.0-timp.perc:glsp/tamb/tgl/cyms/SD-pft-harm- cel-2harp-strings(6.0.4.4.2).
Abkürzungsverzeichnis (PDF).


Vertriebsgebiet
Dieses Werk ist erhältlich bei Boosey & Hawkes für Aufführungen in aller Welt mit Ausnahme von Deutschland, Italien, Portugal, Danzig und den Gebieten der früheren UdSSR.



Uraufführung
10/25/1912
Hoftheater, Stuttgart
Dirigent: Richard Strauss
Ensemble: Stuttgart Hoftheater

Rollen

ARIADNESopran
BACCHUSTenor
NAJADE, eine NympheSopran
DRYADE, eine NympheAlt
ECHO, eine NympheSopran
ZERBINETTASopran
HARLEKINBariton
SCARAMUCCIOTenor
TRUFFALDINBaß
BRIGHELLATenor


Ort und Zeit
Paris, frühes 18. Jahrhundert


Zusammenfassung
Das Theatervorspiel

In seiner Pariser Wohnung bemüht sich der neureiche Monsieur Jourdain, die Manieren und den Umgang eines echten Edelmanns zu erlernen. Der Musiklehrer stellt ihm seinen Schüler vor, einen jungen Komponisten, der die Oper "Ariadne auf Naxos" geschrieben hat, die am selben Abend für Jourdains Gäste aufgeführt werden soll. Einige Sänger sollen schon mal Stücke aus der Oper darbieten. Der Tanzlehrer beschreibt die Posse "Die untreue Zerbinetta und ihre vier Liebhaber", die ebenso aufgeführt werden soll, und Jourdain tanzt ein Menuett. Der Fechtmeister gibt ein wenig Fechtunterricht, und der Schneider kleidet Jourdain in seine schicken neuen Klamotten ein. Madame Jourdain macht sich über die Ambitionen ihres Mannes lustig. Da taucht der ausschweifende Edelmann Dorante auf, um wieder Geld zu borgen; er berichtet von der Schönheit der verwitweten Marquise Dorimène, zu deren Ehre die Festlichkeit gegeben wird.

Am Abend begleitet Dorante Dorimène zu Jourdains Haus, wo der Gastgeber allerdings noch nicht fertig angezogen ist. Zum Diner wird Rheinlachs, Lammrücken und ein Gericht mit Lerche und Drosseln serviert (mit einigen musikalischen Anspielungen), gefolgt von einer Omelette surprise: dem Gericht entsteigt ein Küchenjunge zu einem frivolen Tanz. Madame Jourdain beschuldigt Dorimène, ihrem Mann hinterherzulaufen, so daß diese beleidigt den Tisch verläßt. Jourdain ordnet an, daß die Oper und die Komödie gleichzeitig aufgeführt werden müssen, damit das Feuerwerk pünktlich um neun Uhr beginnen kann.

Die Oper

Die Gäste nehmen Platz, und die Musik beginnt. Drei Nymphen singen von der Trauer Ariadnes, die von Theseus sitzengelassen wurde. Während Ariadne ihr Schicksal beklagt, beschwert sich Jourdain über ihren monotonen Gesang. Zerbinetta, die mit den Komödienspielern in der Kulisse sitzt, schlägt vor, daß der Harlekin ein lustiges Lied singen soll. Ariadne, gibt vor, sie nicht zu bemerken, und ruft Hermes herbei, den Todesboten. Die männlichen Komödianten versuchen sie abzulenken, doch Zerbinetta schickt sie von der Bühne und klagt mit Ariadne über die Plage aller Frauen mit untreuen Männern. Sie erklärt, die Frauen sollten es den Männern in der Unbeständigkeit ihrer Liebe gleichtun. Ariadne zieht sich in ihre Höhle zurück, und in der nun folgenden Posse gewinnt der Harlekin Zerbinettas Zuneigung.

Die drei Nymphen kündigen die Ankunft des Gottes Bacchus an, der einem Abenteuer mit der Zauberin Circe entronnen ist. Ariadne hält ihn für Hermes. Zerbinetta versucht, sie auf die Wahrheit vorzubereiten. Ariadne ignoriert sie und bietet sich Bacchus dar. Dorante und Dorimène schleichen sich vorzeitig aus dem Theater. Zerbinetta kommt mit den Komödianten wieder auf die Bühne und wiederholt ihre Voraussage: "Kommt der neue Gott gegangen, / Hingegeben sind wir stumm!" Damit endet die Komödie. Jourdain ist eingenickt und wacht alleine wieder auf. Er wünscht sich, er könne sich so schlecht benehmen wie die Adligen und sich nichts dabei denken.


Rezeption
Nach dem Erfolg des Rosenkavaliers im Jahr 1911 beschlossen Strauss und Hofmannsthal, ein weiteres Stück zu schreiben, das in der Barockzeit spielt. Wieder sollte es um den gesellschaftlichen Aufstieg neureicher Emporkömmlinge gehen. Hofmannsthal entschied sich für Molières Drama Le Bourgeois gentilhomme. Strauss gefiel die Idee, die ursprüngliche Musik von Lully umzuarbeiten. Hofmannsthal kürzte Molières Stück von fünf Akten auf zwei und gab damit Strauss mehr Raum für seine Musik, etwa bei der überaus geistreichen Szene beim Dîner, wo jeder Gang von musikalischen Zitaten begleitet wird. Das Stück wurde mit einem neuen und für seine Zeit formal ungewöhnlichen, durchkomponierten Lustspiel kombiniert; anders als im Original mit seinen türkischen Einlagen durchdringen sich hier Opera seria und Commedia dell’arte.

Die Uraufführung der originalen Ariadne auf Naxos zog sich lange hin, und die Aufnahme beim Opern- und Theaterpublikum war überaus gemischt. Das Werk war letztlich kaum zu realisieren und eignete sich am ehesten für Festspiele. Die Schwierigkeit, eine Theater- und eine Opernbesetzung im normalen Repertoirebetrieb zusammenzubringen, stellte sich als unüberwindbares Hindernis dar. So entstand das Bedürfnis nach einer praktikableren Version, das Strauss und Hofmannsthal schließlich zu der überarbeiteten Fassung von 1916 bewog.


Stimmung
heiter, romantisch


Themen
Mythologie, Beziehungen, Literatur, Musik/Künste


Empfohlene Aufnahme
Margaret Price/Sumi Jo/Gösta Winbergh/Thomas Mohr/Alfred Kuhn/Markus Schäfer/Doris Lamprecht/Brigitte Fournier/Lyon Opera Orchestra/Kent Nagano
Virgin Classics VCD5451112

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