Photo:Ken Howard
Performed by The San Diego Opera, 1996
Floyd, Carlisle
The Passion of Jonathan Wade (1962, rev.1989)
Dauer: 140 MinutenMusical Drama in three acts
Libretto by the composer (E)
Besetzung
Major roles: 2S,M,3T,Bar,BBar;
minor roles: S,2boyS,3T,7Bar,2B; chorus
2(II=picc).2(II=corA).2.2-4.2.3.1-timp.perc(2):SD/tamb/glsp/cym/BD/
gong/xyl/wdbl/tgl-harp-strings.
Abkürzungsverzeichnis (PDF).
Vertriebsgebiet
Dieses Werk ist erhältlich bei Boosey & Hawkes für Aufführungen in der ganzen Welt.
Uraufführung
10/11/1962
City Center, New York, NY
Allen Fletcher, Regisseur
Dirigent: Julius Rudel
Ensemble: Theodor Uppman/Phyllis Curtin/New York City Opera
Erstaufführung der Fassung
1/18/1991
Brown Theatre, Houston
Carlisle Floyd, director/Guenther Schneider-Siemssen & Allen Charles Klein, designers
Dirigent: John DeMain
Ensemble: Houston Grand Opera
Rollen
| RICHTER TOWNSEND | Baßbariton |
| CELIA TOWNSEND | Sopran |
| JUNGES MÄDCHEN | Sopran |
| LEUTNANT PATRICK | Tenor |
| COLONEL JONATHAN WADE | Bariton |
| Vier schwarze Jungen | Knabensopran und Baritonquartett |
| Ein verwundeter Konföderationssoldat | Bariton |
| NICEY BRIDGES | Mezzosopran |
| J. TERTIUS RIDDLE | Baßbariton |
| LUCAS WARDLAW | Tenor |
| ENOCH PRATT | Tenor |
| SERGEANT BRANCH | Bariton |
| Ein Redner der Union League | Tenor |
| 1. Soldat | Tenor |
| 2. Soldat | Baß |
| 1. schwarzer Senator | Tenor |
| 2. schwarzer Senator | Bariton |
| 1. Spekulant aus dem Norden | Tenor |
| 2. Spekulant aus dem Norden | Bariton |
| Richter James C. Bell | Bariton |
| Richter McBride | stumme Rolle |
| Kutscher | Sprechrolle |
| Leute aus Columbia, Guardian Knights, Union Soldiers und Niceys Freunde |
Ort und Zeit
Columbia/South Carolina, Mitte der 1860er Jahre, nach dem Bürgerkrieg
Zusammenfassung
Die Handlung spielt in Columbia/South Carolina am Ende des Bürgerkriegs. Es ist das Jahr 1865, Columbia ist völlig ruiniert. Der Nordstaaten-Offizier Colonel Jonathan Wade trifft in der Stadt ein und wird von einem örtlichen Richter, Gibbes Townsend, begrüßt und zum Essen eingeladen. Der Richter stellt ihm seine Tochter Celia, eine Kriegswitwe, vor. Trotz aller familiären und gesellschaftlichen Vorbehalte wegen des Nord-Süd-Konflikts verlieben sich Wade und Celia ineinander.
Später, bei einer Party, die Richter Townsend als Versöhnungsgeste gibt, geraten zwei Gäste, Lucas Wardlaw und Enoch Pratt, über die Rechte befreiter Sklaven aneinander. Opfer des Wortgefechts wird Wade, da die Gäste ihre feindseligen Gefühle dem Norden gegenüber äußern und seine Ansichten verurteilen.
Im Jahr 1866 kommt ein Befehl aus Washington: Die besiegten Südstaatler müssen einen Treueeid schwören. Richter Townsend lehnt ab und muss deshalb zurücktreten. Celia hingegen leistet den Eid, und Wade erklärt ihr ihre Liebe. Die beiden werden von Wardlaw entdeckt, als sie sich gerade küssen; er droht Wade mit der Rache einer Bürgerwehr, falls er die Beziehung nicht beendet.
Wade richtet für Richter Townsend ein Gesuch an die Regierung in Washington, kann den Befehl jedoch nicht rückgängig machen. Townsend beschuldigt Wade und verbietet ihm, Celia weiter zu treffen. Ungeachtet Townsends Verbot heiraten die beiden – der Richter verstößt seine Tochter. Für Wade wird es schwierig, seine gemäßigte Position weiter zu vertreten. Pratt beschließt, ihn zu ersetzen; Wade beschließt, das Militär zu aufzugeben und mit Celia fortzugehen.
Als das Paar die Stadt verlässt, fällt ein Schuss, und Wade stirbt in Celias Armen. Alle schieben die Schuld auf die anderen. Celia erklärt, sie alle seien schuldig, und träumt von einer Zeit, in der ihre Liebe glücklich ausgegangen wäre.
Stimmung
dramatisch
Themen
Ethik, Geschichte, Gesellschaft

