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Detlev Glanert

 b. 1960Detlev Glanert Photo (© Ronald Knapp)

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Detlev Glanert ist heute der meistgespielte lebende Opernkomponist in Deutschland * seine Opern-, Orchester- und Kammermusik offenbart Gespür für eine besonders lyrische musikalische Sprache und eine Verbundenheit mit der romantischen Tradition, die aus einem zeitgenössischen Blickwinkel neu beleuchtet wird * studierte Komposition bei Diether de la Motte, Hans Werner Henze sowie Oliver Knussen * lebte insgesamt zehn Jahre in Italien, wo er fünf Jahre das "Istituto di Musica" und drei Jahre das "Cantiere Internazionale d’Arte" in Montepulciano als künstlerischer Direktor leitete * 1992/93 Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom, 2003 Composer in Residence am Nationaltheater Mannheim sowie 2005 beim Pacific Music Festival in Sapporo * hielt Vorträge und leitete Kompositionsklassen u.a. in Aspen, Genua, Montepulciano, Melbourne, Djakarta und Sapporo * schuf bislang drei Sinfonien, Solokonzerte für Klavier, Klavierduo, Violine und Tuba, außerdem zahlreiche Orchesterstücke sowie viele kammermusikalische Werke * seine 10 Musiktheaterstücke erlebten zahlreiche Produktionen weltweit und erhielten renommierte Preise * zu den Dirigenten seiner Musik zählen u.a. Marin Alsop, Stefan Asbury, Martyn Brabbins, Semyon Bychkov, Stéphane Denève, Iván Fischer, Oliver Knussen, Sebastian Lang-Lessing, Jun Märkl, Andrew Manze, Kent Nagano, David Robertson, Donald Runnicles, Markus Stenz und Christian Thielemann * ist von 2011 bis 2021 Hauskomponist des Amsterdamer Concertgebouworkest

Zu Detlev Glanerts erfolgreichsten Werken gehören:
Caligula (2004–06) Oper nach Camus
Vier Präludien und Ernste Gesänge (2004/05) nach Brahms, für Baßbariton und Orchester
Theatrum bestiarum (2004/05) Lieder und Tänze für Orchester
Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung (1999/2000) Komische Oper nach Grabbe
Mahler/Skizze (1989) für Ensemble

Ausblick: UA seines neuen Requiems im Rahmen der Feierlichkeiten des Themenjahrs "Hieronymus Bosch 500"; neue Fassung der Oper Leyla und Medjnun (EA Hannover 2017)

"Kompositorische Disziplin und dramatische Expressivität, strenge musikalische Formen und assoziative Bildhaftigkeit bilden in Glanerts Musik eine Einheit." – Klaus Angermann

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