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KOMPONIST IM PORTRÄT

John Adams

 b.15 February 1947, Worcester, MassachusettsPhoto credit: Margaretta Mitchell

Biographie


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John Adams, einer der beliebtesten und meistaufgeführten amerikanischen Komponisten, wurde 1947 in Worcester/Massachusetts geboren. Nach seinem Studium an der Harvard-Universität siedelte er 1971 nach Kalifornien über, wo er zehn Jahre lang als Dozent am Konservatorium von San Francisco tätig war. Seine innovativen Konzerte brachten ihm zunächst die Ernennung zum Berater des San Francisco Symphony Orchestra für zeitgenössische Musik ein und später, von 1979 und 1985, zum Composer-in-Residence des Orchesters. Während dieser Zeit errang er Erfolg mit Werken wie Harmonium und Harmonielehre. Einigen Aufnahmen auf den Labels New Albion und ECM folgte 1986 ein Exklusivvertrag mit Nonesuch Records, einer noch heute bestehenden Gesellschaft. 1999 brachte Nonesuch die John Adams Earbox auf 10 CDs heraus, eine fast vollständige Anthologie von Adams’ Musik aus 20 Jahren.

Im Jahr 1985 begann Adams die Zusammenarbeit mit der Dichterin Alice Goodman und dem Regisseur Peter Sellars, aus der zwei Opern hervorgingen: Nixon in China und The Death of Klinghoffer. Weltweit aufgeführt, gehören die beiden Werke zu den meistaufgeführten Opern der jüngsten Geschichte. Die Verfilmung von The Death of Klinghoffer aus dem Jahr 2003 unter der Regie von Penny Woolcock für Channel Four wurde an Mittelmeerschauplätzen und an Bord eines Kreuzschiffes gedreht, was neue Maßstäbe für die filmische Darstellung von Opern setzte.

Ein drittes Bühnenwerk, I Was Looking At The Ceiling And Then I Saw The Sky, ein „Singspiel“ auf ein Libretto der Dichterin June Jordan, erlebte ebenfalls über fünfzig Aufführungen in den USA und Europa. El Niño, eine Neuerzählung der Krippengeschichte, die wieder in Zusammenarbeit mit Peter Sellars entstand, wurde nach der Pariser Uraufführung im Dezember 2000 in Australien, Belgien, Frankreich, Deutschland, Japan, den Niederlanden, Schweden, Großbritannien und den USA aufgeführt.

Das Ergebnis der jüngsten Zusammenarbeit von Adams und Sellars ist die Oper Doctor Atomic über das Leben Robert Oppenheimers in den Tagen vor dem ersten Atombombentest; die Uraufführung erklang am 1. Oktober 2005 in San Francisco. Weitere Aufführungen sind in der Niederländischen Oper (Juni 2007), der English National Opera und der Chicagoer Lyric Opera (Frühjahr 2008) geplant; weitere werden angekündigt.

Adams hat für seine Werke zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter 1994 den Royal Philharmonic Society Award für seine Kammersymphonie und 1995 den Grawemeyer Award für sein Violinkonzert.

Im Jahr 2002 entstand On the Transmigration of Souls für die New Yorker Philharmoniker, mit dem Adams den Opfern der Anschläge auf des World Trade Center zum ersten Jahrestag gedenkt. Das Werk brachte Adams den Pulitzerpreis für Musik 2003 und den Grammy Award 2005 für die beste zeitgenössische Komposition ein. Damit wurde er der erste Komponist, dem den Grammy für die beste zeitgenössische Komposition gleich dreimal zuerkannt wurde; zuvor hatte Adams ihn bereits für El Dorado (1998) und Nixon in China (1989) erhalten.

Zu Adams’ jüngsten Orchesterkompositionen zählen My Father Knew Charles Ives und The Dharma at Big Sur. Ives ist ein musikalisches Selbstporträt, in dem der Komponist seine Kindheit in Concord/New Hampshire thematisiert, als er mit seinem Vater in Blaskapellen spielte und in dem Tanzlokal seines Großvaters zum ersten Mal live gespielten Jazz erlebte. Das Werk erlebte 2003 durch Michael Tilson Thomas und das San Francisco Symphony seine Uraufführung. The Dharma at Big Sur wurde für das Los Angeles Philharmonic und die Eröffnung der Disney Hall in Los Angeles im Oktober 2003 geschrieben. Das für E-Violine und Orchester angelegte Stück ist ein Tribut des Komponisten an die schrägen Künstler, die die Kultur der Westküste geprägt haben.

Im April und Mai 2003 veranstaltete das Lincoln Center ein Festival unter dem Motto: „John Adams: Ein amerikanischer Meister“, das umfangreichste Festival, das je im Lincoln Center zu Ehren eines lebenden Komponisten stattgefunden hat.

Im September 2003 trat Adams die Nachfolge von Pierre Boulez als Composer-in-Residence an der Carnegie Hall an. Zu seinen dortigen Tätigkeiten gehörte die Planung und Leitung von Konzerten in der neuen Zankel Hall, die 600 Zuhörer fasst.

Adams ist auch Gegenstand zweier Dokumentarfilme, Hail Bop! von Tony Palmer (1998) und einem neueren Film von David Jeffcock (2003).

In seiner regen Dirigententätigkeit mit den großen Orchestern der Welt führt Adams seine eigenen Werke gemeinsam mit denen solch unterschiedlicher Komponisten wie Debussy, Strawinsky und Ravel bis hin zu Zappa, Ives, Reich, Glass und Ellington auf. Zu den Orchestern, mit denen er in den letzten Jahren auf dem Podium zu hören war, gehören das Chicago und das San Francisco Symphony, das Los Angeles Philharmonic, die Cleveland, Montreal und Philadelphia Orchestras, das St. Paul Chamber Orchestra und die New Yorker Philharmoniker. In Europa trat Adam mit der Deutschen Kammerphilharmonie, dem Ensemble Modern, dem Oslo Philharmonic, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Concertgebouw sowie dem Santa Cecilia und dem London Symphony Orchestra auf. Er ist regelmäßig Gastdirigent bei den BBC Proms.

Die offizielle Website von John Adams ist www.earbox.com

Die Werke von John Adams sind bei Boosey & Hawkes sowie bei Associated Music Publishers erschienen.

 



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