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Music Text

Libretto von Margot Mezgolich, frei nach Mozart/Schikaneder (dt.)

Scoring

3S,T,Bar,B;
1(=picc).1.1.1-1.0.0.0-perc(2):timp/vib/bells/SD/tgl/chimes/dr set/cabaza/gong-accordion-strings(1.1.1.1.1)

Abbreviations (PDF)

Opera
For full details on this stagework, including synopsis and roles, please visit our Opera section.
Publisher

Sikorski

Territory
This work is available from Boosey & Hawkes / Sikorski in aller Welt.
Availability
Uraufführung
10/10/2026
Staatsoper, Wien
Nina Blum, director / Wiener Staatsoper / Stephen Hopkins · Richard Schwennicke
Programme Note

Die Idee einer interaktiven Wanderoper für Kinder, Eltern und alle Freunde innovativer Opernformate an der Wiener Staatsoper nahm mit Gerald Reschs „Entführung ins Zauberreich“ nach Mozarts „Entführung aus dem Serail“ 2020 ihren Ausgang. Es folgte 2023 „Das verfluchte Geisterschiff“ nach Wagners „Der fliegende Holländer“. An dritter Stelle entstand die am 10. Oktober 2026 uraufgeführte Wanderoper „Geheimmission Zauberflöte“ von Gerald Resch.

Zusammen mit seiner Regisseurin Nina Blum und der Librettistin Margot Mezgolich legt der erfolgreiche Österreicher die „Zauberflöte“ in einer maßgeschneiderten Fassung für Kinder vor, die in ihren Abläufen, ihrem Personal, den Texten und mit vielen neuen Ideen überraschende Veränderungen erfährt.

Mozarts „Zauberflöte“ bleibt zwar der Ausgangspunkt, aber die Geschichte wird aus einer ganz neuen Perspektive erzählt. Neu ist zum Beispiel, dass ein Vogel aus dem Käfig Papagenos die Kinder als Erzähler durch die Geschichte begleitet. Und Pamina wird in der Kinderoper viel aktiver als im Original. Sie bittet Sarastro sogar, selbst die Prüfungen, die ihrem geliebten Tamino bestimmt sind, ablegen zu dürfen, um den ewigen Mondstein für ihre Mutter zurückzugewinnen. Seit Sarastro den Mondstein nämlich gestohlen hat, ist die Königin dazu verdammt, im Dunkeln zu leben. Resch und Blum verbergen hinter diesen Änderungen die Absicht, den Kindern die Motive der Figuren noch näher zu bringen und sie zum Mitfühlen und Nachdenken anzuregen. „Was sind wir bereit für die Erfüllung unserer Herzenswünsche zu tun?“, fragt Nina Blum und lässt in Reschs und ihrer Fassung die Prüfungen auch nicht mithilfe von Zauberinstrumenten bestehen, sondern durch die Kraft der Gemeinschaft.

Wie immer bewegen sich Musiker*innen, Sänger*innen und das ganze Publikum in dem neuen „Wanderkrimi“, wie Blum die „Geheimmission Zauberflöte“ nennt, durch das Gebäude der Wiener Staatsoper. Bei all den Veränderungen und den von Resch auf ganz neue Weise arrangierten Arien bleiben die Figuren aber mit Mozarts und Schikaneders Original eng verbunden. Eine tolle Idee ist auch, dass der Vogelfänger Papageno hier ausschließlich von einem Akkordeon begleitet wird. „Damit greifen wir seine volkstümliche Seite auf“, kommentiert Nina Blum, „und erinnern an Schikaneders Theatertradition, in der Papageno als unmittelbare, komische Figur für das Vorstadtpublikum angelegt war.“ Eine Überraschung wird darüber hinaus sein, dass die berühmte Arie von Pamina und Papageno „Bei Männern, welche Liebe Fühlen“ in Reschs und Blums Version vom echten Liebespaar Pamina und Tamino gesungen wird. Papageno und Papagena übrigens werden bei der Uraufführung in Wien von einer Sängerin und einem Sänger gesungen, die beide auch im Musicalgenre Erfolge feierten.

Die Dialoge wurden von der Librettistin Margit Mezgolich komplett neu geschrieben. Den Macher*innen war es wichtig, eine Sprache zu finden, die für Kinder ansprechend und lebendig ist und eine spannende Geschichte erzählt. Bei alldem wird das Publikum immer wieder ganz aktiv in die Handlung mit eingebunden.
Helmut Peters

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