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Gesangstext

Libretto von Anne-May Krüger nach der Komödie von Peter Hacks (dt.)

Orchesterbesetzung

colS,S,M,A,Bar,B,actor/actress; mixed chorus(3.3.3.3);
version for 18 musicians: 0.0.2(II=bcl).0-0.0.3.0-perc(2):finger cyms/3tgl/anvil(sm)/ride cyms(lg)/claves/wdbl/flexatone/BDs/crot/vib/glsp-accordion-strings(3[I=elec.vln].0.3.3[I=elec.vlc].1); live electronics
version for 39 musicians: 2(II=picc).2.2(II=bcl).2(II=dbn)-2.2.3.1-perc(2):finger cyms/3tgl/anvil(sm)/ride cyms(lg)/claves/wdbl/flexatone/BDs/crot/vib/glsp-kbd-strings(6.5.4.3.2; 1vlnI also elec.vln; 1vlc also elec.vlc); live electronics

Abkürzungsverzeichnis (PDF)

Opern
For full details on this stagework, including synopsis and roles, please visit our Opera section.
Verlag:

Bote & Bock

Vertriebsgebiet
Dieses Werk ist erhältlich bei Boosey & Hawkes in der ganzen Welt.
Verfügbarkeit
Uraufführung
02/05/2025
Schloss, Rokokotheater, Schwetzingen
Andrea Moses, director / Schwetzinger Festpiele / Landestheater Linz / hr-Sinfonieorchester / SWR Experimentalstudio / Mike Svoboda
Anmerkungen des Komponisten

Die musikalische Sprache von Adam und Eva spannt sich über ein breites harmonisches, rhythmisches und klangfarbliches Spektrum – so weit wie der emotionale Gehalt der Geschichte selbst. Es gibt keine Leitmotive im traditionellen Sinn. Stattdessen werden die Hauptfiguren – Adam, Eva, Gabriel, Satanael und die beiden Einhörner – durch charakteristische Intervalle und rhythmische Strukturen geprägt, die sich ständig wandeln, während sich ihre Rollen und inneren Welten entwickeln. Das Orchester fungiert gleichzeitig als Landschaft, psychologischer Resonanzraum und unsichtbarer Akteur. Mit dem Biss in den Apfel tritt die Live-Elektronik hinzu und erweitert die musikalische Welt über die Grenzen des Orchesters hinaus.

Die Oper entfaltet sich in fünf Teilen und bewegt sich von der Erstarrung über Periodizität und Einfachheit hin zu einer manischen Wiederholung mit zunehmender rhythmischer Dichte. Schließlich richtet sich die Musik mit einem vorwärtstreibenden Puls, einer unerschrockenen Beschwörung direkt an das Publikum – als Aufruf zur Kreativität, zum Mut der Neuerfindung und zur Suche nach neuen Lösungen für alte Probleme. Wenn ich die Partitur mit einem einzigen Bild beschreiben müsste, dann wäre sie ein Rezept für einen magic brownie – einen, der Herz und Geist öffnet und die Hörerinnen und Hörer dazu einlädt, out of the box zu denken.
Mike Svoboda

Hintergrund

Was, wenn der Sündenfall kein tragischer Fehltritt war, sondern notwendige Voraussetzung auf dem Weg des Menschen zur Freiheit? Wenn nur so die Vorhersehung sich erfüllen ließ? Der Mensch bricht mit Gott, erschafft sich selbst und wird damit diesem gleich.

Mit der Entscheidung, von Gut und Böse wissen zu wollen, übernehmen Eva und Adam von nun an und für immer die Verantwortung für ihr eigenes Tun. Der Biss in den Apfel als emanzipatorischer Akt! Und sie erfahren sofort, welch schmerzhafte Zustände dies Wissen mit sich bringt. Der neuen Zerrissenheit begegnen sie in ihrer gleichfalls neuen vollkommen unvollkommenen Art und Weise: gewitzt, empathisch, nachdenklich, liebevoll, frech und wenn es sein muss auch verlogen. Menschsein ist mühsam, noch dazu läuft nun die Zeit – man weiß vom Tod! Und muss sich beständig dunkler wie heller Mächte erwehren. Doch während Satanael und Gabriel noch gegeneinander sowie um die Menschen ringen, zieht Gott sich zunehmend aus dem Geschehen zurück. Der Allmächtige überlässt sie ihrem selbstgewählten Schicksal – und den dialektischen Schlaumeiereien zweier Einhörner.

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