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Anton J. Benjamin / Simrock

Territorio
Este trabajo está disponible a través de Boosey & Hawkes in der ganzen Welt.
Disponibilidad
Nota del repertorio

Schultz' "Fantasien" beziehen sich auf zwei verschiedene andere Kunstwerke, dem Gemälde "Temptesta" von Giorgione und Schuberts Lied "Das Zügenglöcklein".

Giorgiones Bild, einem der rätselhaftesten Gemälde der Renaissance, zeigt im Vordergrund einen stehenden Mann, der zu einer auf einer Decke sitzenden Frau blickt, die ihr Kind stillt und gleichzeitig den Betrachter des Bildes anschaut. Im Hintergrund ist eine Landschaft zu sehen, über der sich ein Gewitter mit zuckenden Blitzen vor dunklen Wolken entlädt. Schultz' Stück beginnt zunächst nur mit Atmosphäre und Klang. Im dann heraufziehenden Gewitter werden die Themen des Mannes und der Frau vorgestellt und zu einer Geschichte ausgesponnen. Diese in Musik gefasste Geschichte ist dabei genauso rätselhaft wie das Gemälde.

Die zweite Fantasie stellt einen verzweifelten Menschen vor, der - aus der Ferne herüberblickend - eine Sterbeglocke in Form von Schuberts Lied (nach einem Gedicht von Johann Gabriel Seidl) vernimmt. Die Musik öffnet sich schließlich zu einer jenseitigen Landschaft, in der sich die Themen des verzweifelten Menschen und des schubertschen Liedes allmählich auflösen.

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