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Die Monstrosität der Macht wird in der neuen Oper der Komponistin Olga Neuwirth und der Schriftstellerin Elfriede Jelinek offenbart: Monster’s Paradise erregt seit der Ankündigung international größtes Interesse dank der prominenten Kreativ-Besetzung und des Sujets. Der Uraufführung an der Hamburgischen Staatsoper am 1. Februar folgt im März/April eine Serie in Zürich.

Kann nur noch ein Monster die Welt aus den Klauen eines anderen Monsters befreien? Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek werfen in Monster’s Paradise, ihrer dritten gemeinsamen Oper nach Bählamms Fest und Lost Highway, einen satirischen Blick auf die Ungeheuerlichkeiten unserer konfliktreichen Tage. „Wohin man auch schaut: Jauchegruben“ sagt Olga Neuwirth. „Als Künstlerin möchte ich daran glauben, dass unser Potenzial darin besteht, auf Missstände hinzuweisen und trotzdem mit anderen zu kommunizieren, weil es wichtig ist, keine Angst vor anderen Meinungen und vor Widerspruch zu haben.“

In ihrer „Grand Guignol Opéra“, wie Olga Neuwirth sie nennt, schreiben die beiden Österreicherinnen Traditionen des absurden Theaters und Mythen der kultigen Monsterfilme fort. In grotesker Überspitzung spießen die Autorinnen Größenwahn und Hybris (männlicher) Despoten auf. Wobei zwei Vampirinnen dem apokalyptischen Treiben der Welt grantelnd zuschauen ... Von ihrer Wolke kommen sie auf die Erde herab, um sich die Katastrophen aus der Nähe zu besehen. Den Kampf mit einem riesenbabyhaften Diktator nimmt das Seemonster Gorgonzilla auf. „Diese Kreatur singt und spricht mit einem elektronischen Effekt wie aus den Horrorfilmen der 1970er Jahre“, so Neuwirth.

In ihrer neuen Oper setzt die vielfach ausgezeichnete Komponistin ihre stilistische Offenheit fort: „Zwischen ,High‘ und ‚low‘“ habe ich nie unterschieden. Ich bin mit menschlich-sozialer und künstlerischer Vielfalt aufgewachsen“. Schon immer hat Olga Neuwirth Jazz, Pop, Kinderlieder, Elektronik oder filmische Schnitttechniken zu einem großen faszinierenden Ganzen amalgamiert. Ihre Musik zu Monster’s Paradise, so deutet sie an, „wird in einer Welt voller Chaos und Destabilisierung durch verschiedene Frequenzen des Äthers schnauben, keuchen und wimmern“.

Für das mit Spannung erwartete Stück über die Monstrositäten der Macht und eine Welt am Scheideweg wird der neue Intendant der Hamburgischen Staatsoper, Tobias Kratzer, Regie führen. Titus Engel steht am Pult. Und zwei Weltstars bereichern das Werk auf einer Extra-Ebene: Charlotte Rampling verkörpert in einer Videoinszenierung die geheimnisvolle Goddess – eine überzeitliche Figur, die der Oper mythische und emotionale Tiefe verleiht. Und Elisabeth Leonskaja steuerte die Audio-Samples bei, indem sie zusammen mit der Pianistin Alexandra Stychkina Werke von Franz Schubert auf dem verstimmten Flügel von Jelinek einspielte.

Olga Neuwirth
Monster’s Paradise
Eine Grand Guignol Opéra
Libretto von Elfriede Jelinek und Olga Neuwirth
nach einer Idee der Komponistin
UA: 01.02.2026 | Staatsoper | Hamburg
CH-EA: 08.03.2026 | Opernhaus | Zürich
Musikalische Leitung: Titus Engel
Inszenierung: Tobias Kratzer
Co-Regie: Matthias Piro
Bühne und Kostüme: Rainer Sellmaier
Video: Manuel Braun, Jonas Dahl
Sounddesign: Markus Noisternig
Licht: Michael Bauer
Chor: Christian Günther
Dramaturgie: Christopher Warmuth, Laura Schmidt

Auftragswerk der Staatsoper Hamburg, ermöglicht durch die Ernst von Siemens Musikstiftung. Mit freundlicher Unterstützung durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper Koproduktion mit dem Opernhaus Zürich und der Oper Graz
 

>  Further information on Work: Monster’s Paradise

Abb.: Hamburgische Staatsoper – (KI) Manuel Braun

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