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In der soeben erschienenen Sonderausgabe unseres Verlagsmagazins werfen wir, in Bild und Text, einen ausführlichen Blick auf die Musiktheater-Ereignisse der jüngsten Zeit sowie auf die neue Spielzeit. Redaktionelles wird ergänzt durch Beiträge zahlreicher kundiger Gastautor*innen.

> Boosey & Hawkes | Sikorski DAS MAGAZIN: Jahrbuch 2026/27

Regelmäßig ist das Schaffen der Autor*innen von Boosey & Hawkes | Sikorski auf den Opernbühnen im In- und Ausland präsent. Nicht nur unsere zeitgenössischen Verlagswerke feiern Erfolge – andere, deren Entstehung schon Jahrzehnte zurückliegt, beweisen in neuen Interpretationen ihre Aktualität, und weitere können dank moderner Editionen aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt werden.

Doch die vergangene Spielzeit war besonders: Wir konnten uns über ungewöhnlich viele Uraufführungen, Länder-Premieren oder Wiederentdeckungen im Bereich des Musiktheaters freuen. Die große Zahl machte es nicht immer möglich, alle Produktionen – waren sie auch noch so spektakulär – im Nachgang angemessen auf unseren medialen Kanälen zu würdigen. Daher haben wir uns entschlossen, eine Sonderausgabe von Boosey & Hawkes | Sikorski DAS MAGAZIN zu publizieren. Ausführlich blicken wir hier nun zurück auf die vergangenen Monate und geben all den neuen und neu entdeckten Werken Raum, mit Eindrücken ihrer szenischen Umsetzung in Bild und Text. Zugleich nehmen wir die Gelegenheit wahr, zum Spielzeitbeginn 2026/27 auf weitere Novitäten vorauszuschauen, die Sie und uns erwarten.

Einige Autoren sind im Heft sogar mehrfach vertreten, wie Brett Dean mit seinen Königinnendramen im großen und kleinen Format oder Mark-Anthony Turnage mit einer opulent besetzten Filmadaption und einer Jugendoper. Für die Bedeutung, die das junge Publikum in unseren Katalogen besitzt, steht auch Sebastian Schwab, der Youngster in der Runde mit gleich drei frischen Kreationen.

Mit Freude und Stolz erfüllt uns die stattliche Reihe von Wiederaufführungen lang vergessener oder vernachlässigter Werke. Marc Blitzstein, Julia Kerr, Józef Koffler, Simon Laks, Mieczyslaw Weinberg und Alfred Schnittke liegen uns hierbei besonders am Herzen, stehen sie doch im Kontext eines wichtigen Verlagsschwerpunktes: der Musik von Komponist*innen zu ihrem Recht zu verhelfen, die unter den Diktaturen des 20. Jahrhunderts verfolgt wurden.

Die Bandbreite der versammelten musiktheatralen Konzepte spricht für sich. Es ist augen- und ohrenfällig: Oper erfindet sich immer wieder neu, formal und musikalisch. Vor drei Jahren fragten wir anlässlich des Magazin-Relaunchs einige unserer Autor*innen nach der Bedeutung der Gattung. Detlev Glanert erklärte, sie trage „wie keine andere den Geist der Utopie in sich“, indem sie mehr als die Summe ihrer Bestandteile sei, welche allen Kunstdisziplinen entstammen. Und Jan Müller-Wieland beschrieb Oper und Künste allgemein als „Lebensmittel“ einer seelisch gesunden Gesellschaft. Dem bleibt nichts hinzuzufügen als – neue Werke!

Neben Texten aus unserer Redaktion kommen im Heft zahlreiche Gastautor*innen zu Wort, die einen persönlichen Blick auf Werke und Produktionen werfen. Für ihre Beiträge bedanken wir uns herzlich. Wir wünschen eine anregende Lektüre!

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Titelmotiv: © Tanja Dorendorf

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