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Scoring

2vla(soli).3vlc.1db-hpd

Abbreviations (PDF)

Territory
This work is available from Boosey & Hawkes der ganzen Welt.

World Premiere
2/8/2018
Konserthuset, Örebro
Tabea Zimmermann & Brett Dean, viola / Swedish Chamber Orchestra / Thomas Dausgaard
Composer's Notes

Bachs Werke mit zwei konzertierenden Solisten nehmen in dieser Gattung einen besonderen Platz ein, da sie echte „Doppel"konzerte sind. Bei vielen anderen wunderbaren Doppelkonzerten des Repertoires wie Mozarts Sinfonia Concertante oder Brahms‘ Doppelkonzert findet zwischen den beiden Solisten ein eher opernhafter Dialog mit Aussage und Erwiderung statt. Aber außer bei einigen wenigen Passagen mit Terzen- oder Sextenläufen spielen die Solisten die meiste Zeit über kaum gleichzeitig. Bachs Werke für zwei Solisten hingegen haben einen stark kontrapunktischen Charakter. Die Solisten spielen eigenständige Stimmen, die erst im Zusammenspiel mit der jeweils anderen Stimme ihre Vollkommenheit offenbaren. Am allerdeutlichsten hört man dies im eng verflochtenen kanonischen 1. Satz seines außergewöhnlichen 6. Brandenburgischen Konzerts, in dem die beiden Solisten hoquetieren und sich oft im Abstand von nur einer Achtel imitieren oder spiegeln. Das Swedish Chamber Orchestra hat eine Initiative ins Leben gerufen, im Zuge derer Auftragswerke entstehen sollten, in denen es um die Brandenburgischen Konzerte geht. Ich sehe mich daher nun gezwungen, mich mit diesem Konzept des musikalischen Kontrapunkts zu befassen, einem Aspekt der Komposition, der in der zeitgenössischen klassischen Musik heute, zumindest im Bach‘schen Sinne, nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Mein Approach ist der Versuch eines Einführungsstücks zum 6. Brandenburgischen Konzert, das direkt in dieses übergeht. Indem ich den Solisten zwei gegensätzliche Temperamente verleihe, möchte ich letztendlich einen Punkt des Ausgleichs zwischen ihnen finden, der uns in diese besondere Art der engen, kontrapunktischen Partnerschaft der Stimmen hineinführt, die Bachs Original innewohnt.
Brett Dean (Übers. Konstanze Höhn)


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