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Scoring

3(III=picc).2(II=corA).Ebcl.2(Bb,A).bcl.2.cbn-4.3.3.1-timp-perc(2):vibe/gongs/chimes/sd/bd/tam-pft-cel-2harp-strings

Abbreviations (PDF)

Publisher

Boosey & Hawkes (Hendon Music)

Territory
This work is available from Boosey & Hawkes in der ganzen Welt.

Availability

Uraufführung
3/3/2024
Barbican, London
London Symphony Orchestra / Simon Rattle
Composer's Notes

Frenzy („Raserei“) ist ein 18-minütiges Orchesterstück, das die verschiedenen Stadien eines solchen Zustandes durchläuft; so wie das Oxford English Dictionary den Begriff definiert: „Erregung oder Unordnung des Geistes, dem Wahnsinn ähnlich; ein Zustand delirierender Wut, Begeisterung; eine wilde Torheit, Zerstreutheit, ein verrückter Einfall, eine Manie für etwas“. Für mich fasst „frenzy“ das zuweilen überwältigende Gefühl zusammen, das sich einstellt, wenn wir die aktuelle Welt um uns herum betrachten – vor allem, wie sie sich uns in unserer täglichen Dosis digitaler Nachrichten und Informationen präsentiert, aus denen wir vieles ungeachtet ihres subversiven, unterbewussten Einflusses auf unsere Stimmung konsumieren.

Einer der „verrückten Einfälle“ (und etwas, das so alt ist wie Haydn, aber neu für meine Arbeit) ist für mich eine Manie für die Weiterentwicklung singulärer melodischer Wendungen – eine Technik, für die es im Deutschen zwei anschauliche Begriffe gibt: Fortspinnung und Durchführung. Ausgehend von einem kurzen Zitat aus meiner letzten Oper Antony and Cleopatra, führe ich dessen motivisches Material durch ein ausgedehntes Spiegelkabinett, verwandle es, verzerre und verdrehe es, forme es um, modelliere es neu. Manchmal übernehmen die kleinsten rhythmischen Zellen die Oberhand, dominieren frenetisch den Vordergrund und treten dann zurück, um kontrastierenden Motiven Platz zu machen.

Formal ist Frenzy auch eine Art „Kurzsinfonie“, die in einer relativ knappen Zeitspanne eine vielfältige und doch einheitliche sinfonische Struktur umfasst.

Und trotz des Titels fehlt es dem Stück nicht an Momenten der Ruhe und der guten Laune, was, wie ich glaube, der Widmung des Werks an meinen langjährigen Freund Simon Rattle entspricht, einen unvergleichlichen Musiker, einen zutiefst mitfühlenden Menschen und seit eh und je einen begeisterten Interpreten meiner Musik.
John Adams

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