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Publisher

Sikorski

Territory
This work is available from Boosey & Hawkes / Sikorski in aller Welt.
Availability
Uraufführung
20/09/2026
Einstein Kultur, München
Markus Bellheim, piano
Composer's Notes

„'Endless' ist potenziell unendlich lang, da es kein spezifisches Ende hat. Wie in einem Abenteuerspielbuch kann die Performerin/der Performer nach jedem von insgesamt 30 musikalischen Sektionen entscheiden, wie und ob es weitergeht. Viele dieser Sektionen bieten auch in sich Variationsmöglichkeiten, die im Notentext erklärt werden. Das Stück wurde für das Projekt „FREIHEIT!“ von Susanne Kessel komponiert und ist ihr gewidmet und stellt eine Vorstudie zum einstündigen Hämmerklavier XXXIVb: Murakami dar, das dieselben Sektionen als Basis verwenden wird (sie entsprechen übrigens der Anzahl der Zeichen in einem Zitat von Murakami).
Spielanweisung:
Die vier Notenblätter sollten ausgedruckt und nebeneinander aufs Pult gelegt werden, damit man alle 30 Sektionen gleichzeitig sehen kann. Im Vorfeld kann frei entschieden werden, wie lange die Aufführung dauern soll, die Entscheidung kann aber auch spontan in einer Aufführung verändert werden. Es ist nicht nötig, dass alles gespielt wird, man kann sich aber auch vornehmen erst dann aufzuhören, wenn jeder Teil mindestens einmal gespielt wurde.
Gestartet wird auf jeden Fall mit Sektion 1. Im eingerahmten Text werden dann die Anschlussmöglichkeiten genannt, im Fall von Sektion 1 sind dies 4 - 18 - 20 - 17 - 16 - 9 - 8 - 7 – 13. Man wählt dann eine dieser Sektionen zum Weiterspielen aus, diese bietet wiederum weitere Anschlussmöglichkeiten an usw.
Das Stück ist bewusst so komponiert, dass manche Sektionen „wahrscheinlicher“ oder leichter zu erreichen sind, andere sind wie in einem Labyrinth „versteckt“ und müssen erst gefunden werden. Daher bieten die „häufigeren“ Sektionen oft Möglichkeiten zur Variation an, während die „seltenen“ Sektionen oft auskomponiert sind. Wie genau die Sektionen miteinander verknüpft sind, zeigt die anhängende Grafik. Die Rolle von Sektion 1 ist es, einen Grundton, bzw. ein Grundintervall zu setzen, das dann so lange klingen soll, bis die Sektion 1 (die am häufigsten verknüpfte Sektion) wieder erreicht wird.
Die Pianistin/der Pianist kann im Vorfeld entscheiden, wie die Aufführung gestaltet sein soll: improvisatorisch oder „geplant“. Bei einer improvisatorischen Aufführung wird spontan entschieden, wie es „weitergeht“. Dies erfordert einiges an Geschick und eine besonders gute Kenntnis des Notentextes. Die Entscheidungen werden dennoch so etwas wie eine kleine Fermate am Ende einer Sektion erzeugen – diese sollte möglich kurz gehalten werden, ist aber musikalisch akzeptabel.
Eine „geplante“ Aufführung entscheidet sich schon im Vorfeld für einen bestimmten Weg durch die Verknüpfungen und kann musikalisch flüssiger eingeübt werden.
Wie und wann soll das Stück enden? Das ist in der Entscheidung der Aufführenden. Mir erschien dies als ein passendes Konzept für ein Stück zum Thema Freiheit in einer Zeit, in der diese weltweit wie nie zuvor gefährdet ist".
Moritz Eggert

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