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Music Text

Monika Krzyzynski-Voigt (dt.)

Scoring

speaker; 1(=picc).1.1.1-0.1.0.0-timp.perc(1):tgl/glsp/xyl/2tpl.bl/vibraslap/susp.cym/SD/BD/tam-t-strings

Abbreviations (PDF)

Publisher

Bote & Bock

Territory
This work is available from Boosey & Hawkes in der ganzen Welt.
Availability
Programme Note

Beim Orchester des Landes Musikalia herrscht große Aufregung. Mitten in der Generalprobe für ein wichtiges Konzert ist plötzlich ein Ton verschwunden. An der Stelle, wo dieser Ton eigentlich hingehört, hat die Musik einfach ein Loch! Der Dirigent ist verzweifelt, das Konzert ist in Gefahr! Da nimmt sich Kommissar Summ (hier dargestellt durch die Pauke) der Sache an. Er verhört zunächst das Orchester, und als der Ton dort nirgends zu finden ist, zieht er zusammen mit Trompeter los, um den verlorenen Ton zu suchen.

Dabei gelangen sie zum Zirkus FANFARI, wo sie zunächst Zirkusdirektor Brumm (dargestellt durch den Kontrabass) nach dem verlorenen Ton fragen. Seine überaus unfreundliche Antwort erscheint Bumm und Trompeter verdächtig. Sie beschließen, sich im Zirkus einmal näher umzuschauen. Sie treffen Fräulein Oboe, die Seiltänzerin und Jongleur Pfiff, aber erst Clown Clary kann ihnen weiterhelfen. Er hat gesehen, wie der böse Zauberer Fagott und Zirkusdirektor Brumm den Ton gefangen haben. Gemeinsam beobachten die drei den Zauberer, der den Ton in einer Zauberkiste gefangen hält. Um ihn zu befreien, erschreckt Bumm den Zauberer so sehr, dass dieser fortläuft. Bumm, Trompeter und Clary öffnen nun die Zauberkiste und befreien den Ton. Doch noch ehe sie den Wohnwagen verlassen können, kommt Zauberer Fagott mit dem Zirkusdirektor zurück. Als die zwei die leere Kiste finden, beschließen sie, den Ton und seine Befreier zu suchen. Doch Clown Clary und seinen neuen Freunden gelingt es, den Zauberer gefangen zu nehmen, indem sie das große Zirkuszelt über ihm zusammenstürzen lassen. Auf diese Weise gefesselt, wird der Zauberer in seine eigene Zauberkiste gesperrt. Der böse Direktor, von Clary an die Zauberkiste gelockt, wird mit vereinten Kräften hineingestoßen, und die Kiste wird wieder zugezaubert.

Die Zirkusfreunde beschließen, Clown Clary zu ihrem neuen Direktor zu machen. Bumm, Trompeter und der verlorene Ton verabschieden sich, um wieder zu ihrem Orchester zurückzukehren, wo das geplante Konzert nun doch noch stattfinden kann

Repertoire Note

Die Idee und Geschichte zu dem musikalischen Märchen Die Geschichte vom verlorenen Ton entstand 1980 in Zusammenarbeit zwischen meinem Mann und mir für unser eigenes Kammerorchester COLLEGIUM PRO MUSICA, mit dem wir uns schwerpunktmäßig der Vermittlung „klassischer“ Musik an Kinder gewidmet haben. In den vielen Aufführungen dieses Werkes haben wir unterschiedliche Präsentationsformen ausprobiert. Einige Anregungen diesbezüglich möchte ich hier weitergeben:

Das Werk kann natürlich zunächst einmal in der Weise aufgeführt werden, dass ein/e Erzähler/in den Text spricht und das Orchester die Musik spielt. Lebendiger wird die Aufführung jedoch, je mehr der Dirigent und das Orchester die Geschichte wirklich mitspielen. Das könnte z. B. so aussehen, dass der Dirigent seine Texte selbst spricht und seiner Verzweiflung über das Verschwinden des Tones auch schauspielerisch Ausdruck verleiht. Auf jeden Fall müsste er aber am Ende der Ouverture wirkungsvoll abbrechen. Es darf ruhig ein wenig „Chaos ausbrechen“. Das Orchester sollte am Anfang das typische Stimmen und Einspielen zu Beginn einer Probe hören lassen. Eine lebhafte Beteiligung an der Suche nach dem „verlorenen Ton“ erhöht die Spannung für die Kinder.

Die pädagogische Intention des Stückes ist es, die Kinder in angemessener Form mit den Orchesterinstrumenten vertraut zu machen. Auch hier sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Sie können die handelnden Personen (Instrumente) zu Beginn des Konzertes vorstellen. Es ist zu empfehlen, die Solisten bei ihren Soli nach vorne kommen oder aufstehen zu lassen. Sie dürfen sogar mehr oder weniger aufwendig kostümiert werden. Unbedingt muss das Publikum vom Sprecher beim Zauberspruch und der Befreiung des Tones einbezogen werden. Der Zauberspruch ist als einziger Text rhythmisch vorgegeben. Alle anderen Textstellen sollten nur ziemlich genau in die aus der Partitur ersichtlichen Zeit- bzw. Taktdauern passen. Weitere Requisiten, wie z. B. eine echte Kiste, die auf und zu geht, in die der Ton eingesperrt ist u. ä. sind möglich und tragen dazu bei, die Phantasie der Kinder immer wieder neu anzuregen.
Monika Krzyzynski-Voigt

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