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Welcome to Paradise Lost
(Konferenz der Vögel: Musiktheater auf ein Libretto von Falk Richter) (2020-21)Libretto von Falk Richter nach Farid ud-Din Attar (dt.)
Major roles: colS,S,A,M,actor,T,B
minor roles: actors; performers
2(II=picc).1.2(II=bcl).1-1.0.1.0-perc(1):3tom-t/SD/BD/cym/susp.cym/vib/verrophone-strings(1.0.1.2.1)
Abbreviations (PDF)
Sikorski
e-werk, Maschinensaal, Weimar
Andrea Moses, Regisseur
Conductor: Andreas Wolf
Company: Deutsches Nationaltheater Weimar / free youth chorus
| KNABE | Koloratursopran |
| FRAU 1 | Sopran |
| FRAU 2 | Mezzosopran |
| ÄLTERE FRAU | Alt |
| DER SCHAUSPIELER, ein junger Mann | Schauspieler |
| MANN 1 | Tenor |
| MANN 2 | Bariton |
| DAS KOLLEKTIV, bestehend aus 7 + 7 Jugendlichen (m/w/d) | Schauspieler/Performer |
Farid du-Din Attars Die Konferenz der Vögel, eines der bedeutendsten Werke der persischen Literatur aus dem 12. Jahrhundert, erzählt von Vögeln, die einen König suchen und dafür sieben Täler durchqueren. Am Ende aber müssen sie erkennen, dass sie selbst alle zusammen dieser König sind und ihr Schicksal selbst bestimmen sollen. Dieser Weg der Erkenntnis wird in Falk Richters Libretto, das auf einen linearen Handlungsablauf verzichtet, auf die Menschheit bezogen, die selbst mit ihren Problemen nicht zurechtkommt. Zentrales Thema ist die Klimakatastrophe.
Die Vögel aus aller Welt kommen zusammen, um einen König zu finden, der ihr Reich vor Chaos und Untergang rettet. Die Vögel prangern unsere politischen, kulturellen, sozioökonomischen und ökologischen Verfehlungen an und drängen die Menschen sowohl zu einer Reise zu sich selbst als auch zu einer globalen Übereinkunft, um die Verhältnisse – Turbokapitalismus, Klimawandel und Naturzerstörung – endlich zu verändern. Ein Sprechchor aus Jugendlichen hält Reden und Widerreden.
So entsteht eine Auseinandersetzung zwischen den augenblicklichen Trägern und Profiteuren des selbstzerstörerischen Systems und den jugendlichen Protestbewegungen, die deren Lebensweise radikal in Frage stellen. Angetrieben werden sie von der brennenden Frage nach Möglichkeit und Unmöglichkeit von Widerstand gegen die unüberwindlich scheinenden Verhältnisse und wie wir diese ändern könnten. Was sind wir bereit aufzugeben? Was verlieren wir? Was gewinnen wir dafür?