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Music Text

Libretto von Daniel Arkadij Gerzenberg; französische Übersetzung von Catherine Fourcassié (dt., frz.)

Scoring

2S,2M,Bar, child soloist; chorus;
3(II=picc,III=bfl).2(II=corA).3(II=dbcl,III=bcl).2.dbn-4.3.3.1-perc(5)-harp-pft-strings(12.10.8.6.5)

Abbreviations (PDF)

Publisher

Bote & Bock

Territory
This work is available from Boosey & Hawkes in der ganzen Welt.
Availability
Uraufführung
11/01/2026
Staatsoper Unter den Linden, Berlin
James Darrah, Regisseur
Conductor: Matthias Pintscher
Company: Staatsoper Unter den Linden
Roles
PETER Bariton
ANUBIS Mezzosopran
MUTTER Mezzosopran
CLARA Sopran
AZAËL Sprechrolle
Alte Frau Sopran
Kind Kindersolist
Synopsis

Tableau 1: Im Wald: Eine alte Frau erzählt einem Kind von einem unheimlichen Ritual, bei dem die Menschen des Dorfes den Göttern opfern. Sie sagt, dass in der kommenden Nacht die Göttin Anubis erscheinen und eine Gabe verlangen wird.
2: Invokation – Traum: Peter spricht Worte aus der Anrufung der Göttin Anubis, die besagen, dass er auserwählt sei, weil er an einem Sonntag geboren wurde und das geheimnisvolle Zeichen trägt.
Waldmusik I
3: Schmerz: Clara kommt zu ihrem Geliebten Peter, den seine Träume ängstigen. Sie finden keine gemeinsame Sprache. In seinem Schmerz äußert er den Wunsch, sich das Herz aus der Brust zu trennen.
4: Märchen: Azaël ist von Peters Herz angezogen und erzählt ihm ein Märchen. Es handelt von einem alten Mann im Wald, der sich von den Menschen abgewandt hat. Ein verängstigter Wolf bittet ihn um Hilfe. Der Mann versagt dem Wolf die Hilfe, weil auch ihm weder Mensch noch Tier je geholfen habe. Peter versteht nicht, warum ihm dieses Märchen erzählt wurde und was Azaël von ihm möchte.
5: Das heilige Gewand: Peters Mutter gelobt Azaël, in verwandelter Gestalt ihrem Sohn das Herz zu nehmen. Sie erhält von Azaël das Gewand der Göttin Anubis.
6: Mutter: Peter fürchtet sich von der anstehenden „großen Veränderung“. Seine Mutter beschwichtigt ihn und erinnert daran, dass Peter auserwählt sei und das Kainsmal als Zeichen trage. Peter willigt ein. Beide beschwören ihre gemeinsame Finsternis.
Waldmusik II
7: Das Kainsmal: Clara und Peter bekennen ihre Liebe zueinander. Peter erzählt ihr vom Kainsmal. Clara fragt, von wem er es habe. Peter verwehrt ihr die Antwort. Clara sieht ihre Verbindung zu Peter als verloren an und verlässt ihn.
Waldmusik III
8: Invokation: Peter ruft die Göttin Anubis an.
9: Anubis: Anubis begehrt Peters Herz und sagt ihm, dass sie es in dieser Nacht durch einen Stein ersetzen werde.
10: Weiße Stille (Waldmusik IV): Anubis entnimmt Peters Herz.
11: Das kalte Herz: Peter stellt nach dem vollendeten Ritual seine Gefühlslosigkeit fest.
12: Nacht ohne Morgen: Peters Mutter verweigert Azaël das Herz ihres Sohnes und begreift voll Reue, was sie tat.

Repertoire Note

Als körperlicher Ort, der menschliche Gefühle, Sehnsüchte und Schmerzen birgt, ist das Herz ein besonders begehrtes Symbol. Ein Mann möchte ohne die schmerzhaften Gefühle in seinem Herzen leben, seine Geliebte sich mit ihm verbinden, übersinnliche Mächte es für sich gewinnen. Überwältigende und ergreifende Klänge erfindet der Komponist Matthias Pintscher für die geheimnisvollen und merkwürdigen Begebenheiten in seiner Oper Das kalte Herz. Der Pianist und Lyriker Daniel Arkadij Gerzenberg schrieb das Libretto ausgehend von Wilhelm Hauffs gleichnamigen Märchen von 1827. Auch in seinem neu entstandenen poetischen Text dient der Wald als düstere, faszinierende Kulisse für die vielfältigen menschlichen Gefühlswelten und unheimlichen Vorgänge menschlicher Existenz.

Moods

poetisch

Subjects
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